Es gibt 1.097 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Trish.

  • Ein Thema aus dem alten Forum, welches hier, meiner Meinung nach, erhalten bleiben sollte.


    ANGST- anerzogen von Geburt an, ein "Mittel" zur Maniupulation, zur erzeugung von Wünschen, zur steuerung der Massen?
    Oder doch "nur" ein Gefühl?

  • Die Definition von Angst spielt in dem Fall,was Lily meint,meiner Meinung nach gar keine Rolle.(wenn dann eine sehr geringe)


    ..zumal Angst meiner Meinung nach auch ein Urinstinkt zur Selbsterhaltung ist.


    Sie ist "nur" ein Gefühl,aber ja Ängste können und werden täglich benutzt um uns zu manipulieren.Und eben so wie sie uns schon anerzogen werden,könne wir selbst sie uns auch wieder abgewöhnen.

  • Angst aus meiner Sicht ganz klar evolutionär notwendig um vor Gefahren zu warnen, dem Überleben nicht zuträgliches Verhalten möglichst abzustellen. Vergleichbar mit Schmerz (was ja auch in dem Song vorkommt).Ich denke in jedem angelegt.


    Wie oft und in welchen Situationen jemand Angst zeigt ist hingegen abhängig von der Persönlichkeit und gemachten Erfahrungen im Leben. So neigen zum Beispiel gerade Menschen die ohnehin schon viel grübeln und Nachdenken eher zu Angst, glaub ich.


    Angst ist erlernbar https://de.wikipedia.org/wiki/Little-Albert-Experiment

    Angst wird im Großen und Kleinen zur Kontrolle eingesetzt. Vorgesetzter in der Firma: "Noch einmal so ein Verhalten und Sie fliegen". Angst vor Strafe, Angst vor Geldsorgen führen dazu dass der Mitarbeiter sich künftig angepasst verhalten wird. Außer er hat solch hohen Selbstwert und Prinzipien, dass er sich denkt "nun erst recht".


    Ein Donald Trump erwähnt den vergewaltigenden Mexikaner als Mittel zum Machtgewinn.


    Eine Gesellschaft die Ihre Mitglieder nicht fortwährend unter Angst setzen würde, wäre eine leistungsfähigere Gesellschaft.


  • Cool, danke.
    Ich halte am Donnerstag ein Referat über Angststörungen und hab noch nach alternativen Therapiemöglichkeiten gesucht.
    Das ist genau das, was ich brauchte.

  • Special effects find ich mal eine geile beschreibung für den ganzen mist den man so durchmacht


    Dachte ich auch gerade. ;)


    Mein Special Effect wäre dann die Depression, zusätzlich hätte ich noch einen Burn-Out und natürlich die Panikattacke im Angebot. Wobei die nicht ganz so ausgeprägt ist. Festgestellt im letzten Juli, wobei ich damit seit 20 Jahren lebe. Seit dem Juli bin ich auch in Therapie und lerne jetzt erst, richtig damit umzugehen, zu leben und mich selbst zu achten. Auf mich aufzupassen und vor Allem auf mich zu hören. Richtig Angst hatte ich das letzte Mal auf der Onkelz Tour. Das erste Mal überhaupt dachte ich, dass ich etwas nicht schaffen würde. Die weiten Wege (Auto fahren ins Unbekannte=Angst!), die vielen Menschen, Magenprobleme aufgrund der Depris (=Panik), keine Kraft usw. War ein ganz schönes Päckchen Angst, was ich mit mir rum getragen habe. Und nicht einfach.


    Ja, ich kenne das auch mit Rolladen runter, die Welt aussperren und einfach meine Ruhe haben. Es gab Tage, da wollte ich noch nicht mal aufstehen...konnte es auch nicht.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ich Reihe mich mal in den Club der special effectler ein. Die Depression ist seit einigen Jahren wiederkehrender Begleiter, der immer wieder unverhofft anklopft und Hallo sagt. Ich wuerde sagen ich bin eigentlich ein ausgeglichener Mensch mit deutlichen ausschlaegen nach unten allerdings. Angst ist ebenfalls präsent, aber ich schaffe es in der Regel die aengste zu verarbeiten....wir tragen wie gesagt alle unser Päckchen selbst die Leute wo du denkst denen scheint die Sonne aus dem Arsch :-)

  • Dann pack ich mal mein Päckchen dazu ;)



    Die Depressionen sind im Laufe der letzten 2 Jahre dem Burn out gewichen, wie mir während eines Praxiseinsatzes in der Psychiatrie, von einem Psychologen diagnostiziert wurde, obwohl er mir eig. nur etwas über die Therapien erklären sollte, die er dort anwendet.
    Ich bin ja auch so wahnsinnig, als allein Erziehende eine Ausbildung zur Altenpflegerin zu machen.....incl. Wechselschichten, WE und Feiertagsdienste.....Urlaub in den Schulferien ist natürlich auch nicht drin.
    Und natürlich spring ich gerne und jeder Zeit ein, wenn Not am Mann ist, ausserden habe ich den Anspruch, möglichst immer 1en zu schreiben.
    Nebenbei hab ich nen Ex mit diversen special effects, der mir das Leben zusätzlich schwer macht.


    Angstzustände waren mir bislang nicht bewusst, hab ich als Nervenzusammenbrüche gedeutet, da nur in extrem emotional belastenden Situationen auf getreten sind.
    Nu weiß ich, was es ist, was es auslöst und wie ich es kontrollieren kann.....macht das Ganze weniger monströs.
    Tragisch ist dabei, dass die einzige Person, die mir bislang dabei helfen konnte damit um zu gehen, auch gleichzeitig die Einzige ist, die sie derzeit auslösen kann.

  • Krasse Geschichte!


    Bipolar heißt ja, du bist manisch und depressiv im Wechsel.
    Als würden dich 2 unterschiedlich geladene Pole abwechseld anziehen.
    Mal bist du also total aufgekrazt, hast wahnwitzige Ideen und Pläne, kaufst z.B ein Auto auf Kredit, obwohl du es dir nicht leisten kannst, glaubst aber du machst mit deiner neuen Geschäftsidee in einem Monat ne Million.
    Und dann gerätst du eben genau so schnell wieder in eine tiefe Depression.
    Das muss sich aber nicht so extrem zeigen, es kann auch so schwach ausgeprägt sein, das man es als "zwischen Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt" bezeichnen kann


    Was du da beschreibst, klingt für mich aber nach generalisierter Angststörung.

  • Dem schliesse ich mich natürlich an.


    Der Punkt Bekannten- und Freundeskreis ist auch so eine Sache. Dieses Muster sich selbst zu verkriechen, Ausreden zu erfinden und auch wenn man am Tag vorher sich verabredet hat, einfach nicht zu können am Folgetag. Selbst eigentlich beste Freunde wenden sich dann ab. Ich hab zwischenzeitlich das Glück das die engsten Freunde das akzeptieren, wenn auch nie völlig ohne "Ach komm, das muss doch gehen".


    Lily meinen höchsten Respekt das Du das mit der Ausbildung stemmst, eine Bekannte von mir ist in einer ähnlichen Situation und musste nun abbrechen. Weiterhin viel Erfolg ;-)


  • Aber mal ein ganz anderer Aspekt, es geht ja um Angst. Das alles hatte natürlich drastische Auswirkungen auf den Freundes und Bekanntenkreis. Es gab Situationen, wo ein Kumpel aus Hamburg nach Saarbrücken gefahren ist und ich mich im Vorfeld super gefreut habe. An dem Tag gings mir aber übelst, ich bin weder an ein Handy noch an die Tür, der musste den Heimweg wieder antreten, man kann sich vorstellen wie der danach drauf war. Im Alltag gabs die Situationen ständig. Irgendwann hab ich mir Ausreden/Lügen einfallen lassen warum ich wen nicht sehen konnte oder einen abgemachten Termin nicht einhielt. Das war aber anstrengend und gefühlt auch scheisse, den Ruf total unzuverlässig zu sein hatte ich dann auch weg, was man den Menschen nichtmal übel nehmen konnte. Ich musste entscheiden, will ich mich zumindest denen die mir wichtig sind erklären oder will ich sie anlügen. Ich hatte auf beides keinen Bock ich entschied: Ich breche den Kontakt zu allen ab und bin von einem auf den anderen Tag nach Berlin gezogen.....


    Ich hab bis heute zu den allerwenigsten aus dieser Zeit bzw. sogar Freundschaften die aus der Schule usw. stammen nicht mehr aufgewärmt. Man kann dies an der Hand abzählen, es gibt aus der Zeit heute genau 4 Menschen zu denen ich wieder Kontakt habe. Ich bin heute frei von jeglichen Medikamenten, wie gesagt es kam auch keine Angstattacke, Alkohol gibts nur selten (das fühlt sich Tags drauf auch sehr nach Depression an, brauch ich nicht) aber ich denke fast täglich an die letzten Worte des Therapeuten vor 4 Jahren der mir sagte: Es ist klasse das nichts mehr kam aber ich sollte mir immer bewusst machen, dass diese Dämonen in mir sind, nicht das ich völlig aus der Bahn geworfen werde wenn sie - selbst in Jahren mal wieder anklopfen...


    Das mit dem Freundeskreis kenne ich sehr gut.
    Aus früherer Zeit sind keine mehr übrig aus ähnlichen Gründen, die du beschreibst. Und obwohl die meisten Leutz von hier wissen, was mit mir los ist fiel mir das Fahren zu den Konzerten oder Treffen oft unglaublich schwer. Ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffe. Grad vor den Konzerten tat mir auf einmal alles weh, von Magen über Darm bis Herz und Nieren. Plötzlich dachte ich, dass ich todkrank bin und die Nacht nicht überlebe. Das erste Mal richtig Panik gefühlt hab ich, als wir Ende September für ein paar Tage in den Europapark gefahren sind. Ich hab mich wahnsinnig drauf gefreut und bekam 2 Tage vor Abreise Herzrasen, Schwindel, Übelkeit und richtige Angst...Todesangst. Dann hab ich alle meine übrig gebliebene Kraft gesammelt und bin einfach los gefahren. Das Geniale war, als wir dort angekommen sind war alles wie weggefegt. So als hätte ich den Mantel der Depression und Angst in die Ecke geworfen. Ich hatte eine unglaublich schöne Zeit dort. Als ich nach Hause kam, fing die schlimme Zeit erst an. Irgendwie konnte ich dieses Hoch, was ich im Park hatte, nicht richtig verarbeiten. Nicht richtig damit umgehen. Mit Hilfe meiner Therapeutin hab ich dann einen Schritt vor den Anderen gemacht und kämpfe mich langsam raus. Hab das Meditieren angefangen, beginne mir endlich Zeit für mich zu nehmen und mir auch mal Schwäche einzugestehen.
    Die Konzerte z.B. haben mir unglaublich viel gegeben aber auch alles abverlangt. Und ich kämpfe auch jetzt noch etwas mit den "Nachwirkungen".


    Medikamente sind für mich aktuell keine Alternative. Drüber geredet hab ich mit meiner Therapeutin, aber wir sind zu dem Entschluss gekommen es erst mal "so" zu versuchen. Mit dem Alkohol mach ich es genauso...brauch ich nicht und wenn dann vielleicht mal ein Bierchen. Und selbst das kommt selten genug vor weil ich einfach keine Lust drauf hab und weiß, wie schlecht es mir nach zuviel davon geht.
    Depressionen sind nicht heilbar. Du lernst damit zu leben aber diese Krankheit lässt sich leider nicht auslöschen oder mit einer Impfung bekämpfen.


    Danke für deine offenen Worte.


    Was mir noch einfällt: wie ist es mit der Arbeit? Konntest du damals irgend einen Job ausüben?

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

    Einmal editiert, zuletzt von Micky ()

  • Deinen Post kann ich nicht nur nachempfinden, ich unterschreib ihn auch.
    Fluch und Segen zugleich...das ist für mich ein Onkelz Konzert. So sehr ich mich immer freue/gefreut hab, so sehr ist/war auch die Angst präsent. Es gibt Songs, da passiert in mir was, was ich nicht steuern kann und auch nicht steuern will. Ich überlasse dann praktisch den Songs, den Vieren auf der Bühne die Kontrolle über mich. Bilder aus der Vergangenheit, Gefühle dazu, schmerzendes Herz und kaputte Seele. Und alles wieder zurück. Wenn das Konzert vorbei ist fühle ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht...erst Tage später fange ich an zu reflektieren und mich besser zu fühlen. Bis ich dann endlich soweit bin und die Gefühle annehmen kann. Und dann zieh ich für mich auch so unglaublich viel raus.


    Ein Onkelz Konzert ohne Heulen? Geht bei mir nicht. Dafür empfinde ich zuviel. 2014 konnte ich während des ganzen Konzerts nicht reden. Ich konnte nicht glauben, was ich sah und vor Allem fühlte. Koma war extrem übel. Es erinnert mich an das Gefühl, wenn sich die Dunkelheit in mir breit macht. Endlose Leere halt. Du kannst dir in etwa vorstellen, was in mir abging.


    Bei mir würde ich sagen, dass die Therapie mich lehrt, mir nicht von der Angst sagen zu lassen, wie schlecht alles ist. Gesunde Vorsicht, das ist mein Ziel. Ich lerne, auf meine innere Stimme zu hören. Stück für Stück. Schwäche zeigen ist nichts Schlechtes. Im Gegnteil...es zeigt, dass du auf dich hörst.


    Empfindest du dich als seelisch verkrüppelt? Ich würde bei mir eher das Gegenteil behaupten. Krank ja...aber seelisch vermutlich intakter, als wir denken.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Empfindest du dich als seelisch verkrüppelt? Ich würde bei mir eher das Gegenteil behaupten. Krank ja...aber seelisch vermutlich intakter, als wir denken.


    Meine ich auch!
    "Seelisch verkrüppelt" könnte man vielleicht einen Psychophaten nennen, der andere quält, verletzt, oder Schlimmeres.

  • das erste mal angst, an das ich mich erinnere, war in früher Kindheit. ich konnte nach ein paar tagen, die ich bei meiner Oma verbrachte, nicht mehr ohne licht schlafen. ob es einen vorfall gab, oder ich einfach daran gewöhnt war, bei licht einzuschlafen weil sie im bett gelesen hat, ich weiß es nicht. wie lang dieses Problem bestand weiß ich auch nicht mehr. aber es lief teilweise dramatisch und mit gebrüll und kalter dusche ab. manchmal schaffte ich es in der nacht ins Schlafzimmer ins bett meiner Eltern, wenn ich mutig genug war, die 3 meter im dunkeln rüber zu huschen und manchmal schlief ich über der Überlegung, ob ich mich nun traue oder nicht, wieder ein. vor der Dunkelheit hatte ich noch sehr lange angst, und es kommt auch heute noch vor.
    später verursachten Kleinigkeiten mit begründetem Hintergrund Ängste. zb wenn meine Eltern unterwegs waren und etwas später als gedacht zurück kamen, dann sah ich mich schon als Waise nach einem tödlichen Autounfall. hatte ich eine kleine wunde, starb ich mit Sicherheit an Blutvergiftung. tat meiner mutter etwas weh, sah ich sie an krebs sterben.
    Depressionen begleiten mich seit meiner Jugend, wurden aber nicht als diese erkannt und ernst genommen. dann kam ein abend mit ca 20. ich hatte plötzlich angst, konnte 3 nächte nicht schlafen, traute mich erst als es wieder hell wurde ein paar stunden zu schlafen, und dachte das wars jetzt, jetzt bin ich reif für die klapse. hat mich große Überwindung gekostet mich meiner mutter anzuvertrauen, die war auch erst mal geschockt und wusste damit nichts anzufangen. ich bat sie, mit mir zum Arzt zu gehen weil ich mich alleine nicht traute, aus angst ich werde eingewiesen. der sah die Sache aber relativ locker, also nicht so dramatisch wie ich, meinte so jung bin ich nun auch nicht mehr und das sind Depressionen, das kann schon vorkommen. und zückte den Rezeptblock.
    seitdem bin ich mal besser mal schlechter drauf, mal mit mehr oder weniger Special effects, mal komme ich ohne hilfe durch und mal brauche ich welche.
    im Moment nehme ich zur Unterstützung um den alltag bewältigen zu können, Medikamente und habe gerade (wieder) mit einer Therapie begonnen. es geht jetzt ganz gut mit den Ängsten. die haben sich langsam und relativ unbemerkt eingeschlichen, genau wie die körperlichen problemchen, ich hatte vor allem und jedem angst, konnte in der früh nur sehr schwer das haus verlassen und in gewissen Situationen bekam ich fast schon panikattacken und das dringende gefühl einfach nur weg zu wollen. aus diesem grund habe ich im letzten jahr zwei Konzerte verpasst auf die ich gerne gehen wollte. ich bewundere alle, die trotz ihrer macken auf diverse Konzerte gegangen sind!
    ich erwarte mir nicht die wundersame Heilung, mein ziel ist es, ohne Medikamente ein halbwegs stabiles leben zu führen und wieder mehr kraft und Energie fürs leben und nicht nur für den alltag zu haben.

  • das erste mal angst, an das ich mich erinnere, war in früher Kindheit. ich konnte nach ein paar tagen, die ich bei meiner Oma verbrachte, nicht mehr ohne licht schlafen.


    vor der Dunkelheit hatte ich noch sehr lange angst, und es kommt auch heute noch vor.



    Angst vor Dunkelheit ist genetisch gespeichert und stammt noch aus Zeiten der Urzeitmenschen. Einer der Gründe warum mal jemand die Straßenbeleuchtung erfand.

    <<>>

    :skull:

    Der Lack ist ab, doch die Grundierung ist erste Sahne.

    <>



  • Angst vor Dunkelheit ist genetisch gespeichert und stammt noch aus Zeiten der Urzeitmenschen. Einer der Gründe warum mal jemand die Straßenbeleuchtung erfand.


    Das gilt für die Angst an sich.
    Ist eine natürliche Schutzreaktion, die bei Gefahr auf Flucht oder Kampf vorbereiten und dafür besondere Energien frei setzen soll.

  • das erste mal angst, an das ich mich erinnere, war in früher Kindheit. ich konnte nach ein paar tagen, die ich bei meiner Oma verbrachte, nicht mehr ohne licht schlafen. ob es einen vorfall gab, oder ich einfach daran gewöhnt war, bei licht einzuschlafen weil sie im bett gelesen hat, ich weiß es nicht. wie lang dieses Problem bestand weiß ich auch nicht mehr. aber es lief teilweise dramatisch und mit gebrüll und kalter dusche ab. manchmal schaffte ich es in der nacht ins Schlafzimmer ins bett meiner Eltern, wenn ich mutig genug war, die 3 meter im dunkeln rüber zu huschen und manchmal schlief ich über der Überlegung, ob ich mich nun traue oder nicht, wieder ein. vor der Dunkelheit hatte ich noch sehr lange angst, und es kommt auch heute noch vor.
    später verursachten Kleinigkeiten mit begründetem Hintergrund Ängste. zb wenn meine Eltern unterwegs waren und etwas später als gedacht zurück kamen, dann sah ich mich schon als Waise nach einem tödlichen Autounfall. hatte ich eine kleine wunde, starb ich mit Sicherheit an Blutvergiftung. tat meiner mutter etwas weh, sah ich sie an krebs sterben.
    Depressionen begleiten mich seit meiner Jugend, wurden aber nicht als diese erkannt und ernst genommen. dann kam ein abend mit ca 20. ich hatte plötzlich angst, konnte 3 nächte nicht schlafen, traute mich erst als es wieder hell wurde ein paar stunden zu schlafen, und dachte das wars jetzt, jetzt bin ich reif für die klapse. hat mich große Überwindung gekostet mich meiner mutter anzuvertrauen, die war auch erst mal geschockt und wusste damit nichts anzufangen. ich bat sie, mit mir zum Arzt zu gehen weil ich mich alleine nicht traute, aus angst ich werde eingewiesen. der sah die Sache aber relativ locker, also nicht so dramatisch wie ich, meinte so jung bin ich nun auch nicht mehr und das sind Depressionen, das kann schon vorkommen. und zückte den Rezeptblock.
    seitdem bin ich mal besser mal schlechter drauf, mal mit mehr oder weniger Special effects, mal komme ich ohne hilfe durch und mal brauche ich welche.
    im Moment nehme ich zur Unterstützung um den alltag bewältigen zu können, Medikamente und habe gerade (wieder) mit einer Therapie begonnen. es geht jetzt ganz gut mit den Ängsten. die haben sich langsam und relativ unbemerkt eingeschlichen, genau wie die körperlichen problemchen, ich hatte vor allem und jedem angst, konnte in der früh nur sehr schwer das haus verlassen und in gewissen Situationen bekam ich fast schon panikattacken und das dringende gefühl einfach nur weg zu wollen. aus diesem grund habe ich im letzten jahr zwei Konzerte verpasst auf die ich gerne gehen wollte. ich bewundere alle, die trotz ihrer macken auf diverse Konzerte gegangen sind!
    ich erwarte mir nicht die wundersame Heilung, mein ziel ist es, ohne Medikamente ein halbwegs stabiles leben zu führen und wieder mehr kraft und Energie fürs leben und nicht nur für den alltag zu haben.


    mich begleiten diese verlustängste auch seit ich denken kann. hab jeden abend vorm schlafen alle menschen um mich herum namentlich aufgezählt, die tiere hab ich auch nie vergessen und für jeden gebetet. ^^


    ich weiß noch wie ich damals zu beginn der lehre ausgebrochen bin von zuhause um mich meiner familie zu entwöhnen, weil der gedanke das leben könnte mir einen entreißen so extrem schmerzhaft war.


    darf ich fragen was für eine therapie du begonnen hast?

  • das hab ich aber nicht geschrieben... *mitdemzeigefingerwedelt* ;)


    ich nehme ja jetzt auch seit april letzten jahres die ein, oder andere tablette und will da auch relativ zeitnah weg davon, aber im moment trau ich mich einfach nicht die abzusetzen, weil ich nicht weiß, wie ich meinen plan = alltag verändern könnte, um zu neuen ufern zu starten.


    bei den medikamenten die du da beschreibst sind aber auch ein paar ganz schöne kaliber drunter, denke die kannst nicht mit meinen vergleichen. das was du beschreibst kenn ich aber auch von einer familienangehörigen und von ner freundin.. zombie passt da schon ganz gut.

  • Die angst begleitet mich seit dem ich auf dieser welt bin. was ich in den letzten 4 jahren ausgegraben habe reicht eigentlich für 2 leben und da is noch einiges begraben was ich gar nicht rauslassen will. Das hab ich so tief vergraben und zubetoniert weil ich damit nichts mehr zu tun haben will. Depressionen begleiten mich schon seit meiner kindheit. Versagensängste in der schule, am liebsten wäre ich gar nicht hingegangen. Die angst zu haben das alles was ich mache falsch ist oder einfach nicht gut genug ist. die angst geprügelt zu werden nur weil es einem danach war. Ob die therapie hilft ? bis jetzt ja. aber trotzdem ist da auch die angst an einem punkt zu kommen das die sache nix mehr bringt. Wenn ich mein quetiapin , Trimipramin und elontril absetze kannst du die uhr danach stellen das ich wie ein häufchen elend in embryostellung auf der chouch liege. Selbst mit den medis gibt es deppresive phasen die aber zum glück nicht mehr so extrem sind das die ganz üblen gedanken hochkommen.
    das schlimme ist das ich aber auch keine chance habe den gründen zu entkommen da der eine grund 2 stockwerke unter mir wohnt und ein muterbeispiel an egoismus undankbarkeit und allem andern ist.
    Der andere grund liegt zwar auf dem friedhof findet aber trotzdem immer wieder den weg in mein gehirn. und dann gehts wieder los.
    Und dann geschieht was wo du dich wirklich fragst warum. Meine schwester is im november in berlin tödlich verunglückt. Lief vor ne straßenbahn . 2 kleine kinder ,ein lieber mann, glück im job und hat ihr leben voll im griff bekommen obwohl sie es nicht leicht hatte. Was hat die unter mir leiden müssen weil ich meinen frust an ihr abgelassen habe. Und ausgerechnet die holt er sich da stellst du dir die frage warum nicht mich. Mir weint keiner eine träne auch, außer lia natürlich , aber trotzdem warum kreist dieses warum sie und nicht ich seitdem bei mir im hirn rum.
    Ob die onkelz in dieser zeit und davor eine hilfe waren. Ja klar und das werden sie auch immer sein aber den weg muss ich alleine schaffen.

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Die angst begleitet mich seit dem ich auf dieser welt bin. was ich in den letzten 4 jahren ausgegraben habe reicht eigentlich für 2 leben und da is noch einiges begraben was ich gar nicht rauslassen will. Das hab ich so tief vergraben und zubetoniert weil ich damit nichts mehr zu tun haben will. Depressionen begleiten mich schon seit meiner kindheit. Versagensängste in der schule, am liebsten wäre ich gar nicht hingegangen. Die angst zu haben das alles was ich mache falsch ist oder einfach nicht gut genug ist. die angst geprügelt zu werden nur weil es einem danach war. Ob die therapie hilft ? bis jetzt ja. aber trotzdem ist da auch die angst an einem punkt zu kommen das die sache nix mehr bringt. Wenn ich mein quetiapin , Trimipramin und elontril absetze kannst du die uhr danach stellen das ich wie ein häufchen elend in embryostellung auf der chouch liege. Selbst mit den medis gibt es deppresive phasen die aber zum glück nicht mehr so extrem sind das die ganz üblen gedanken hochkommen.
    das schlimme ist das ich aber auch keine chance habe den gründen zu entkommen da der eine grund 2 stockwerke unter mir wohnt und ein muterbeispiel an egoismus undankbarkeit und allem andern ist.
    Der andere grund liegt zwar auf dem friedhof findet aber trotzdem immer wieder den weg in mein gehirn. und dann gehts wieder los.
    Und dann geschieht was wo du dich wirklich fragst warum. Meine schwester is im november in berlin tödlich verunglückt. Lief vor ne straßenbahn . 2 kleine kinder ,ein lieber mann, glück im job und hat ihr leben voll im griff bekommen obwohl sie es nicht leicht hatte. Was hat die unter mir leiden müssen weil ich meinen frust an ihr abgelassen habe. Und ausgerechnet die holt er sich da stellst du dir die frage warum nicht mich. Mir weint keiner eine träne auch, außer lia natürlich , aber trotzdem warum kreist dieses warum sie und nicht ich seitdem bei mir im hirn rum.
    Ob die onkelz in dieser zeit und davor eine hilfe waren. Ja klar und das werden sie auch immer sein aber den weg muss ich alleine schaffen.


    warum sie und nicht du? du hast die selbstkasteiung aber echt perfektioniert...

  • kascha bezüglich deiner frage nach der art der Therapie, ich hatte erst zwei stunden, kann dir noch nicht viel sagen, aber auf ihrer seite führt sie folgendes an:
    der analytisch orientierten Gesprächstherapie
    der integrativen Gestalttherapie
    der körperorientierten Therapie nach Wilhelm Reich
    der Familienaufstellung nach existenzanalytischen Prinzipien
    paradoxerweise hat sich grade durch den verlust eines geliebten menschen, die verlustangst etwas reduziert. vielleicht weil es mir gezeigt hat, dass es passiert egal ob ich angst habe oder nicht. dass ich es nicht kontrollieren kann, es nicht in meiner macht liegt.


    zu den Medikamenten: ich bin auch nicht sehr glücklich damit, aber meine Gefühle sind nur mäßig gedämpft, anders würde ich auch nicht damit klar kommen. als Zombie würde ich auch nicht durchs leben gehen wollen oder können. der aktuelle stand der dinge ist, nach meinem Neurologen, dass die Tabs jetzt mal ein halbes bis dreiviertel jahr genommen werden damit sich eine gewisse Stabilität aufbauen kann. danach kann man schauen wie es mir geht und überlegen ob man sie wieder absetzten kann. wohlgemerkt ausschleichen, einen "entzug" wider besseres wissen hatte ich auch schon mal. bei mir wars aber nicht so schlimm wie bei pepper. aber einmal reicht durchaus.


    Pfanne, mein Beileid. ich kenne diese Gedanken warum diese Person und nicht ich? warum jemand der das leben so geliebt hat und von so vielen beweint wird und nicht ich, der das leben eben nicht liebt und dem grad mal ein paar leute nachweinen würden.

  • Danke Nexus.
    Diese selbstkasteiung mach ich ja nicht weil des so gut tut sondern eben weil sonst irgendwie noch mehr weh tut so schizophren sich dass auch anhören mag. Wenn dann noch die mutter sagt ihr einziges kind sei tod und sie nur noch ihren glauben hat dann fragst du dich schon: Verdammte scheiße was mach ich hier eigentlich noch überhaupt. Wenn ich könnte wäre ich sicherlich schon lange weggezogen.

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Danke Nexus.
    Diese selbstkasteiung mach ich ja nicht weil des so gut tut sondern eben weil sonst irgendwie noch mehr weh tut so schizophren sich dass auch anhören mag. Wenn dann noch die mutter sagt ihr einziges kind sei tod und sie nur noch ihren glauben hat dann fragst du dich schon: Verdammte scheiße was mach ich hier eigentlich noch überhaupt. Wenn ich könnte wäre ich sicherlich schon lange weggezogen.


    In der trauer ist vieles nicht rational erklärbar und kann mitunter auch mal schizophrene züge annehmen. Man versucht den verlust irgendwie zu überleben.
    es tut mir leid, dass du bei deiner mutter keinen rückhalt und trost finden kannst! Ich will gar nicht sagen dass ich mir vorstellen kann wie schwierig und beschissen die ganze situation für dich sein muss....extrem blöd dass es keine möglichkeit gibt da raus zu kommen.

  • kascha bezüglich deiner frage nach der art der Therapie, ich hatte erst zwei stunden, kann dir noch nicht viel sagen, aber auf ihrer seite führt sie folgendes an:
    der analytisch orientierten Gesprächstherapie
    der integrativen Gestalttherapie
    der körperorientierten Therapie nach Wilhelm Reich
    der Familienaufstellung nach existenzanalytischen Prinzipien
    paradoxerweise hat sich grade durch den verlust eines geliebten menschen, die verlustangst etwas reduziert. vielleicht weil es mir gezeigt hat, dass es passiert egal ob ich angst habe oder nicht. dass ich es nicht kontrollieren kann, es nicht in meiner macht liegt.


    liest sich ja sehr interessant. :)


    ich hadere auch mit dem kontrollverlust und habe ein großes problem damit verantwortung abzugeben. den satz "das ist der lauf der welt, da kann man nichts drann ändern" macht mich einfach kirre... den kann ich im moment gar nicht haben.^^

  • Interessanter Weise hilft mir der Ansatz, dass ich es nicht in der Hand habe und es so oder so geschieht, ob ich nun Angst habe oder nicht. Allerdings nur was mich selbst betrifft. Und ich weiss, dass ich, hätte ich Kinder, Tag und Nacht Todesängste ausstehen würde.


    Habt ihr Angst vorm Tod oder vorm Sterben?
    Ich vor beidem. Dass sterben schmerzhaft sein und sehr lange dauern kann, ist kein heimeliger Gedanke. Und auch wenn ich mir das "Danach " als "heim kommen" und Wiedersehen vorstelle, macht es mir Angst, weil mir Unbekanntes immer Angst macht.

  • Habt ihr Angst vorm Tod oder vorm Sterben?


    die frage ist mit ja und nein einfach nicht zu beantworten - zumindestens für mich. :)


    ich hab mich schon früh mit dem sterben beschäftigt, wenn auch nicht wirklich auseinander gesetzt...


    ich mag den gedanken nicht, dasss mir einfach so mal jemand den faden kappen kann - geht gar nicht^^... im grunde habe ich so allein für mich kein problem mit meiner endlichkeit und bin mir dieser absolut bewusst, nur schwingt das ins gegenteil, wenn ich an meine kinder und den rest meiner familie denke. ich hoffe man braucht mich nicht mehr und steht auf eigenen beinen, wenn es soweit ist.. diese gewissheit, mehr bräuchte es nicht für mich.


    aber wir sind ja leider nicht beim wunschkonzert.;)

  • Nachdem wir keinen Psychiatrie Faden haben, schreib ich das mal hier rein.
    Habt ihr Erfahrung mit Partnern die ebenfalls ihre Effects haben? Frag mich nämlich wie bzw ob zb eine Beziehung zwischen zwei Depressiven funktioniert. Zieht man sich gegenseitig runter oder versteht man sich besser weil der eine weiß wie es dem anderen geht usw.

  • Kommt drauf an. in meinem fall stüzt man sich gegenseitig aber es gibt auch phasen wo es problematisch werden kann

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Nachdem wir keinen Psychiatrie Faden haben, schreib ich das mal hier rein.
    Habt ihr Erfahrung mit Partnern die ebenfalls ihre Effects haben? Frag mich nämlich wie bzw ob zb eine Beziehung zwischen zwei Depressiven funktioniert. Zieht man sich gegenseitig runter oder versteht man sich besser weil der eine weiß wie es dem anderen geht usw.

    Dazu kann ich auch mal was sagen. Ansonsten halte ich mich hier ja immer sehr zurück, weil ich mich mit dem Thema nicht auskenne.
    Wobei ich glaube, dass dies halt immer von Fall zu Fall unterschiedlich ist.
    Aber 2 Bekannte von mir waren zusammen. Sie höchst depressiv und diverse Verhaltensstörungen, er eigentlich gesund.
    Leider hat das überhaupt nicht funktioniert, weil sie ihn total runter gezogen hat. Am Ende war er selbst auch depressiv und ist davon auch nie wieder wirklich los gekommen, obwohl die beiden inzwischen nicht mehr zusammen sind. Also auch danach, hat er sich davon nicht mehr wirklich erholt.
    Komisch war allerdings, dass nachdem sie ihn dann, ich nenne es jetzt mal so, auf ihr Level runter gezogen hatte, ging es ihr komischerweise besser.
    Weiß nicht, woran es lag, vielleicht fühlte sie sich mehr verstanden, vielleicht fühlte sie sich dadurch mehr akzeptiert oder ebenbürtig oder oder oder...


    Das ganze ist im Übrigen völlig wertfrei von mir.

    Wenn ich ausversehen an dich denke

    Merk ich, ich hab dir nen Scheißdreck verziehen

  • Zieht man sich gegenseitig runter oder versteht man sich besser weil der eine weiß wie es dem anderen geht usw.

    Ich denke dafr gibt es,wie immer im Leben,keine "allgemeingültige" Antwort. :)
    Also ich hab im Laufe des Lebens die ein oder andre Erfahrug damit gemacht und kann nur sagen,es is immer anders. Schwierig wird es dann,wenn beide Parteien zur selben Zeit einem Abwärtstrend folgen,denn dann fehlt meistens die Kraft um sein Gegenüber wieder hoch zu ziehen.
    Generell würde ich aber bahaupten. JA SICHER kann eine Beziehung auch zwischen solchen Partner wunderbar funktionieren,denn Höhen und Tiefen gibt es in jeder Beziehung und das Thema "Depressionen" ist mitterlweile soweit verbreitet,dass traurigerweise eh schon fast jeder seine Erfahrungen gemacht hat und nichtmehr "genzlich unvorbelastet" an sowas rangehen kann.

  • Ich meine auch, dass man diese Frage nicht pauschal beantworten kann.
    Es kommt auch sehr darauf an, wie gut man sich selbst kennt und einschätzen, mit seinen special effects umgehen und dann auch mit dem Partner darüber reden und sich auch entsprechend verständlich ausdrücken kann.


    Ich hab jetzt nach (geschätzt) 4 Monaten Fernbeziehung noch keine Langzeiterfahrungen, aber wir schaffen es immer besser, ein gewisses Gleichgewicht zu finden, ohne dass der Eine sich beim Versuch, dem Anderen zu helfen, regelmäßig völlig verausgabt.


    Schwierig genug, kommen dann bei beiden noch Ex Partner mit Psychotick dazu, die einfach nur nerven oder einem das Leben schwer machen wollen, weil sie mit sich selbst nicht klar kommen.


    PS: Wir sind der Lösung des Problems der Ex Partner mit Psychotick einen Schritt näher gekommen.
    Da die Beiden sich ja so ähnlich sind, verkuppeln sie miteinander, die sind dann so damit beschäftigt, sich die Köpfe einzuschlagen, dass sie keine Zeit mehr haben uns zu nerven, und wir haben dann nen riesen Spaß dabei die beiden zu beobachten.

  • fand den ersten post schon nicht so besonders, wegen des seitenhiebs auf die ex-partner, die uns hier ja leider nichts über ihr empfinden eurer situation schildern können... aber der nachschlag ist einfach nur daneben. sollte ich mich dermaßen in einem menschen geirrt haben? traurig.

  • fand den ersten post schon nicht so besonders, wegen des seitenhiebs auf die ex-partner, die uns hier ja leider nichts über ihr empfinden eurer situation schildern können... aber der nachschlag ist einfach nur daneben. sollte ich mich dermaßen in einem menschen geirrt haben? traurig.

    Ich kann dir nicht sagen, in wie weit du dich getäuscht hast, diese Idee stammt jedenfalls nicht von mir, obwohl sie mir ungemein attraktiv scheint.
    Wer über Monate im einen und Jahre im anderen Fall hinweg der Art austeilt, muss dann eben auch damit rechnen, dass sich früher oder später der so erzeugte Frust auch mal Luft macht.
    Und gegen das, was wir alleine in den letzten Monaten einstecken durften nur WEIL wir zusammen sind, ist dieser kleine Seitenhieb hier an harmlosigkeit kaum zu unterbieten.
    Soll keine Rechtfertigung sein, ich kann aber absolut nicht nachvollziehen, warum eben jene besagte Ex Partner sich derlei Dinge erlaub dürfen solang bis, in diesem Fall wir, an die Grenzen unserer (psychischen) Kräfte gelangen.

  • fand den ersten post schon nicht so besonders, wegen des seitenhiebs auf die ex-partner, die uns hier ja leider nichts über ihr empfinden eurer situation schildern können... aber der nachschlag ist einfach nur daneben. sollte ich mich dermaßen in einem menschen geirrt haben? traurig.

    Jeder kriegt was er verdient.


    Sei mir ned Böhs, aber so wie sich manche EXen aufführen, muss sich der / diejenige ned wundern, wenns mal en Tritt ans Schienbein gibt.

    <<>>

    :skull:

    Der Lack ist ab, doch die Grundierung ist erste Sahne.

    <>



  • Ich kann dir nicht sagen, in wie weit du dich getäuscht hast, diese Idee stammt jedenfalls nicht von mir, obwohl sie mir ungemein attraktiv scheint.

    nennen wir das kind einfach mal beim namen..nicht dasss wir aneinander vorbeireden. diese idee stammt von criz?


    wenn ja, dann fall ich vom glauben ab!


    mir ist es im grunde egal wie ihr miteinander umgeht.. wie du mit deinem ex umgehst hast ja nie ein geheimnis drum gemacht, aber wenn er mit seiner ex nun auf dem gleichen trichter ist, dann weiß ich echt nicht was ich davon halten soll. kann gar nicht glauben dasss er zu so einer primitiven art fähig ist.


    verstehs bis heute nicht... wenn ich auf einen menschen scheiße - egal warum, dann gibts nur eine option die mich zu meinem frieden führt.


    normalerweise würd ich gar keinen aufriss drum machen, wenn ich nicht auch seine ex "kennen" würde. es ärgert mich einfach, wenn hier (in meinen augen, weil ich um die situation weiß) dreckige wäsche gewaschen wird...


    devil: meinst eXen im allgemeinen, oder redest von jemand bestimmten?


    sorry wenn ich das hier ansprech..aber ich hab gott sei dank kein what da fuck oder ähnliches, wo man sich anderweitig und außer sichtweise auskotzen könnte..

  • Sei mir nicht böse, Kascha, ich schrieb lediglich zum Thema, pauschal von Ex Partnern.
    Dass einige Wenige wohl wissen, um wen es sich handeln könnte, ist eine Sache, aber spätestens seit "das Kind beim Namen nennen" geht es mir dann doch eindeutig zu weit.
    Und "kennen" tust du mich doch auch, oder?
    Wo war also dein erhoibener Zeigefinger, als wirklich öffentlich schmuztige Wäsche gewaschen wurde, mit der eindeutigen Absicht, mir zu schaden?
    Ich wage sehr stark daran zu zweifeln, dass du wirklich beide Seiten kennst, warum dann also diese Doppelmoral?

  • achso..du hast natürlich nur pauschal von ex-partnern geschrieben. schon klar.^^


    wo wurde denn öffentlich schmutzige wäsche gewaschen, mit der eindeutigen absicht dir zu schaden? hab ich dann ja wohl verpasst, genauso wie das spielchen mit dem zunah, was ich auch nur am rande mitbekommen hab. das läuft und lief immer außerhalb meiner reichweite!


    wenn das nicht im alten forum war, dann kann ich davon gar nichts mitbekommen haben und selbst dort war ich noch nie bedacht darauf jeglichen tagesablauf im familia-faden zu stalken.


    scheinst mich da mit jemandem zu verwechseln...


    ich häng mich ja auch gar nicht in euren kinderkram, sondern teile lediglich mit, dasss es eine unart ist ständig nur mit irgendwelchen spitzen um sich zu werfen und dritte anzuprangern, die sich zum sachverhalt überhaupt nicht äußern können. lässt nämlich meistens auch ziemlich tief blicken.. ich persönlich mag sowas nicht.


    und ständig jemand anderem die schuld an den eigenen problemchen in die schuhe zu schieben, kann ja auch nicht der sinn der sachen sein, wenn man sich auf den weg begibt seine situation zu verbessern.. nur um mal wieder etwas zurück zum thema zu kommen.

    ----- 23. Februar 2017, 21:00 -----
    http://www.ich-habe-auch-angst…t-panik-und-depressionen/


    mal was zum stöbern....

  • Das Gasthaus


    Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus.
    Jeden Morgen ein neuer Gast.
    Freude, Depression und Niedertracht –
    auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit
    kommt als unverhoffter Besucher.
    Begrüße und bewirte sie alle!


    Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,
    die gewaltsam Dein Haus
    seiner Möbel entledigt,
    selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll.
    Vielleicht bereitet er dich vor
    auf ganz neue Freuden.


    Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit –
    begegne ihnen lachend an der Tür
    und lade sie zu Dir ein.
    Sei dankbar für jeden, der kommt,
    denn alle sind zu Deiner Führung
    geschickt worden aus einer anderen Welt.


    Rumi, persischer Mystiker 1207-1273

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ja, das Leben kann so schön sein...ohne diese Scheiß Angst-und Panikattacken.
    Da bringt auch Zeit und Kohle herzlich wenig.

    Meine Theorie ist ja, dass ich eh nicht fliegen kann, weil ich Höhenangst gab.
    Bisher konnte mich niemand vom Gegenteil überzeugen.

  • Mit Leitern hab ich kein Prob, mit Fliegen auch ned. Aber wenn ich mir bestimmte Videos ansehe, wie Techniker auf einen Sendemasten klettern, also aus der Sicht der Person via Helm-cam...dann hätt ich arge Probleme, wenn ich das wär.


    Mag die Videos jetzt ned verlinken, ned das jemand ne Panik Attacke bekommt.

    <<>>

    :skull:

    Der Lack ist ab, doch die Grundierung ist erste Sahne.

    <>



  • Hab letztens ein Haus gesehen, da war das Treppengeländer und das Geländer der oberen Etage, aus Glas!!



    Wer tut denn sowas???
    Ich würde das zu kleben, damit man nicht durch gucken kann.

  • Serwus,


    ich hab ja gar nicht gewusst, dass hier ein so cooler Faden ist, der echt Gold wert ist.


    Ich habe zb. seit ich 12 Jahre alt war, damals noch natürlich nicht diagnostiziert, Panikattacken.
    Das Ganze hat sich dann die folgenden 14 Jahre immer mehr gesteigert.


    Heute, und auch wegen dem Lied "Angst ist nur ein Gefühl", nennt es auch vielleicht Einbildung, und auch wegen einem guten Arzt, zeitweise Tabletten sind diese verschwunden.


    Ich dränge aber immer noch auf eine Verhaltenstherapie - leider ist da die Wartezeit, bei Ärzten die über die KK abrechnen, sehr sehr lang.


    Aber was solls - Alles wird gut.


    Greets


    Sven (bewusst unterschreibe ich hier mit Sven, da ein persönliches Thema einen richtigen persönlichen Namen braucht.)

  • ich hab ja gar nicht gewusst, dass hier ein so cooler Faden ist, der echt Gold wert ist.

    Schön dass du ihn gefunden hast. Weniger schön natürlich dass du dazu etwas zu sagen hast.


    Besserung ist nie Einbildung, egal aus welchen Grund du diese verspürst. Das Problem mit der Therapie kenne ich, auch wenn es bei uns in Ö möglich etwas anders läuft. Aber ich habe beschlossen dass mir meine Gesundheit das Geld wert ist das ich bezahlen muss, um jetzt eine Therapie zu machen und zusätzlich noch bei einem Therapeuten meiner Wahl. Klar kann es sich nicht immer jeder leisten, ich bin auch nicht besonders gut aufgestellt was die Kohle angeht, aber so lange ich es investieren kann, mache ich es. Tut mir auch gut und ich merke Veränderungen und Fortschritte. Ich befürworte also deine Entscheidung :)

  • Ich hatte früher Angst vor Spinnen. vain Mit meiner ersten Vogelspinne hab ich mich quasi selbst therapiert. Aber in die Hand nehmen würd ich auch jetzt keine.

    <<>>

    :skull:

    Der Lack ist ab, doch die Grundierung ist erste Sahne.

    <>



  • Schön dass du ihn gefunden hast. Weniger schön natürlich dass du dazu etwas zu sagen hast.
    Besserung ist nie Einbildung, egal aus welchen Grund du diese verspürst. Das Problem mit der Therapie kenne ich, auch wenn es bei uns in Ö möglich etwas anders läuft. Aber ich habe beschlossen dass mir meine Gesundheit das Geld wert ist das ich bezahlen muss, um jetzt eine Therapie zu machen und zusätzlich noch bei einem Therapeuten meiner Wahl. Klar kann es sich nicht immer jeder leisten, ich bin auch nicht besonders gut aufgestellt was die Kohle angeht, aber so lange ich es investieren kann, mache ich es. Tut mir auch gut und ich merke Veränderungen und Fortschritte. Ich befürworte also deine Entscheidung :)

    Du hast eigentlich recht, dass die Gesundheit das Geld wert sein sollte. An der Kohle soll es ja auch nicht scheitern, aber da bin ich einer der sagt, dass ich schon soviel an meine KK gezahlt habe und nie bis richtig - richtig selten krank bin, da kann sie das mal übernehmen. Man schleppt sich ja auch mit dem größten Fieber oder neudeutsch Männerschnupfen als "so - gut - wie - Selbstständiger" ins Büro.


    aber warum über ungelegte Eier reden, wenn noch kein Therapeut einen Termin frei hat. Anfang des Jahres habe ich ein bisschen telefoniert und durch die Bank gab es eine Wartezeit von, wenn man Glück hat 6 Monate, bis 1 Jahr.


    Was hast du für ein Leiden, wenn ich fragen darf?


    Greets

  • Du hast eigentlich recht, dass die Gesundheit das Geld wert sein sollte. An der Kohle soll es ja auch nicht scheitern, aber da bin ich einer der sagt, dass ich schon soviel an meine KK gezahlt habe und nie bis richtig - richtig selten krank bin, da kann sie das mal übernehmen. Man schleppt sich ja auch mit dem größten Fieber oder neudeutsch Männerschnupfen als "so - gut - wie - Selbstständiger" ins Büro.
    aber warum über ungelegte Eier reden, wenn noch kein Therapeut einen Termin frei hat. Anfang des Jahres habe ich ein bisschen telefoniert und durch die Bank gab es eine Wartezeit von, wenn man Glück hat 6 Monate, bis 1 Jahr.


    Was hast du für ein Leiden, wenn ich fragen darf?


    Greets

    Hast du es mal mit einer alternativen Therapie versucht?
    Ich bin bei einer psychotherap. Heilpraktikerin seit knapp einem Jahr. Die Behandlung ist dort individuell auf dich zugeschnitten weil die sich an keine Vorgaben von der Kasse halten müssen. Klar, du zahlst jede Stunde selbst. Dafür sind die Wartezeiten nicht so elend lang.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Hast du es mal mit einer alternativen Therapie versucht?Ich bin bei einer psychotherap. Heilpraktikerin seit knapp einem Jahr. Die Behandlung ist dort individuell auf dich zugeschnitten weil die sich an keine Vorgaben von der Kasse halten müssen. Klar, du zahlst jede Stunde selbst. Dafür sind die Wartezeiten nicht so elend lang.

    Ich glaube da hab ich schon mal mit einer gesprochen. Letztes Jahr im September müsste das gewesen sein, die meinte, nagel mich nicht fest, August oder September 2017.

  • Du hast eigentlich recht, dass die Gesundheit das Geld wert sein sollte. An der Kohle soll es ja auch nicht scheitern, aber da bin ich einer der sagt, dass ich schon soviel an meine KK gezahlt habe und nie bis richtig - richtig selten krank bin, da kann sie das mal übernehmen. Man schleppt sich ja auch mit dem größten Fieber oder neudeutsch Männerschnupfen als "so - gut - wie - Selbstständiger" ins Büro.
    aber warum über ungelegte Eier reden, wenn noch kein Therapeut einen Termin frei hat. Anfang des Jahres habe ich ein bisschen telefoniert und durch die Bank gab es eine Wartezeit von, wenn man Glück hat 6 Monate, bis 1 Jahr.


    Was hast du für ein Leiden, wenn ich fragen darf?


    Greets

    Dass man sich unter allen Umständen ins Büro schleppt, ist zb auch so eine Sache. Gut ich hab das Glück und kann krank sein wenn ich es bin, andere müssen um ihren Job bangen, aber gesund ist diese Handlungsweise nicht. Micky möchte mir vielleicht recht geben, wie wichtig es ist auf sich selbst zu achten. Auch das musste ich erst lernen.


    Also mein Leiden, kurz zusammengefasst, Depressionen und Ängste mit psychosomatischen Auswirkungen. Im Grunde seit der Jugend, mal besser mal schlechter. Auch mal mit Medikamenten und Therapie dann wieder allein versucht es durchzustehen. Im Moment wieder mit Medikamenten und Therapie allerdings auch mit einer komplett anderen positiveren Sichtweise aufs Leben. Und mit der Erkenntnis dass nur ich für mein Glück und Seelenzustand zuständig bin. Hat aber sehr lange gedauert bis mir dieses Licht aufgegangen ist.

  • Dass man sich unter allen Umständen ins Büro schleppt, ist zb auch so eine Sache. Gut ich hab das Glück und kann krank sein wenn ich es bin, andere müssen um ihren Job bangen, aber gesund ist diese Handlungsweise nicht. Micky möchte mir vielleicht recht geben, wie wichtig es ist auf sich selbst zu achten. Auch das musste ich erst lernen.

    Klar, da stimme ich zu 100 Prozent zu.
    Wichtig...enorm wichtig ist es, auf sich selbst zu hören und auf sich zu achten. Das können und dürfen viele nicht, genau aus dem Grund gibt es auch so viele Menschen, die mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben. Um sich dann im schlimmsten Fall noch als Simulant abkanzeln zu lassen.



    Ich glaube da hab ich schon mal mit einer gesprochen. Letztes Jahr im September müsste das gewesen sein, die meinte, nagel mich nicht fest, August oder September 2017.

    Das ist krass! golly
    Woher kommst du denn? Also bei uns im Saarland gibt es eine Heilpraktiker-Seite, auf der du alle möglichen Sachen nachlesen kannst. Unter anderem gibt es auch eine Vereinigung der psychotherap. Heilpraktiker, die genau auf solche Situationen reagieren und sich gegenseitig unter die Arme greifen. Das bedeutet ganz einfach, ist ein Heilpraktiker "ausgebucht", fängt der Kollege den Patienten, der Hilfe braucht, auf.


    Ein Jahr Wartezeit.
    Herrgott, es geht bei diesen Erkrankungen oftmals um Leben und Tod! :/

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ein Jahr Wartezeit.
    Herrgott, es geht bei diesen Erkrankungen oftmals um Leben und Tod!

    letztes jahr sah das bei uns auch noch so aus.. da waren die wartelisten sogar "geschlossen".


    allerdings hat mir letztens mal jemand gesteckt - ich hoffe ich habs nicht geträumt *pfeif* - es müßte da seit kurzem auch ne neue regelung zu geben. die therapeuten müssen dich zu nem gespräch einladen und dürfen dich nicht an der hasutür abwimmeln...

  • also mich hams immer schon am telefon abgewimmelt, in ne praxis hab ichs bis heute nie geschafft.^^


    also zur psychiaterin hab ichs geschafft.. die verdient nun ganz gut an mir, denke ich mal.. aber wegen der verhaltenstherapie bin ich nicht angekommen. sind aber bei mir im umfeld auch nicht viele die das anbieten, bzw. den nötigen platz auf der couch frei haben.


    hab mich aber das letzte halbe jahr nicht mehr drum gekümmert.. nach den absagen geh ich halt erst mal wieder spazieren. ;)

  • Krass, ich hab eure Erfahrungen schon so oft gehört und doch sind meine so ganz anders. Ich hab damals (Ende 2015 (krass wie lange das schon her ist ich hab grad zwei mal nachgerechnet) ein paar E-Mails (glaube so ca 10)an verschiedene Therapeuten geschrieben und habe direkt drei Einladungen zu Erstgesprächen erhalten. Bei dem einen bin ich direkt am nächsten Tag hin, wir haben die "Beschnuppersitzungen" durchgezogen und dann war ich fix da.
    Also entweder hatte ich massives Glück oder mein Fall war besonders akut oder ich weiß es auch nicht.

    "Etwas hässlich und anders, etwas hessisch und anders
    Ja stimmt, etwas dreckig und langsam
    Genau hier, wo es die Besten im Land hat, wo das Hasch raucht, Schlappmaul, teste die Frankstadt!" (V)


    Ich bin Frankfurter, ich kann mein Gesicht niemals nach unten halten und wenn Gott es will ist diese Eigenschaft mein Untergang!

  • ich will aber nicht ins saarland ziehen! ;(


    hm jackülü.. kann schon sein..also dassu recht überzeugend und bildhaft schreiben kannst wissen wir ja alle. :)


    ich glaub ja fast ich hab mich nie richtig ausgedrückt - ohne witz.


    in ne stationäre kommst bei uns auch sofort rein, aber ambulant hast echt wenig chancen.. meiner wahrnehmung nach.

  • ich will aber nicht ins saarland ziehen! ;(

    Aber warum denn nicht? ;(


    Ernsthaft: vielleicht wirklich mal gezielt schlau machen. Die "normalen" Psychologen sind hier im Saarland auch unter ferner liefen. Von einem hab ich den Tipp bekommen besser gleich in die Klinik zu gehen. Wäre vernünftiger, als zu warten...

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • hm jackülü.. kann schon sein..also dassu recht überzeugend und bildhaft schreiben kannst wissen wir ja alle. :)


    ich glaub ja fast ich hab mich nie richtig ausgedrückt - ohne witz.

    vielleicht werd ich Ghostwriter für Terapeuten-Mails hmmmm

    "Etwas hässlich und anders, etwas hessisch und anders
    Ja stimmt, etwas dreckig und langsam
    Genau hier, wo es die Besten im Land hat, wo das Hasch raucht, Schlappmaul, teste die Frankstadt!" (V)


    Ich bin Frankfurter, ich kann mein Gesicht niemals nach unten halten und wenn Gott es will ist diese Eigenschaft mein Untergang!

  • Mal eine "dumme" Frage: ist man nicht am besten sein eigener Therapeut?
    Die behandeln doch eh nur das was man ihnen sagt und wenn man das durchschaut hat kan man sie manipulieren wie man möchte...

    Ich weiß, wie du es meinst.
    Allerdings, wenn du tief in einer Depression drin steckst kannst du dir einfach nicht mehr selbst helfen. Dazu braucht es dann jemand, der dir Wege raus zeigt und vor allem nachhaltig hilft, dass du es in Zukunft besser machen kannst. Um dir DANN selbst helfen zu können.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Natürlich funktioniert ein therapie nur dann wenn der patient auch dazu bereit ist. Inzwischen hat auch der gesetztgeber dafür gesorgt das man zumindestens leichter zu einer erstsitzung kommt. Die Damen und herren sind aber auch alle ziemlich ausgebucht. Mein glück war das es bei uns eine psychiatrische ambulanz vom bkh kaufbeuren im kreiskrankenhaus gibt. Ich persönlich gehe zb erst im november 4-6 wochen auf kur. Ich war der meinung das sowas nur dann etwas bringt wenn sich auch die lebenssituation grundlegend geändert hat. Was bringt einem die schönste kur wenn du danach in die gleiche situation zurück kommst

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Ich weiß, wie du es meinst.Allerdings, wenn du tief in einer Depression drin steckst kannst du dir einfach nicht mehr selbst helfen. Dazu braucht es dann jemand, der dir Wege raus zeigt und vor allem nachhaltig hilft, dass du es in Zukunft besser machen kannst. Um dir DANN selbst helfen zu können.

    Bei manchen erledigen das diese 4 Typen aus Frankfurt......ob das nu günstiger ist, als ne Privatsitzung beim Heilpraktiker, sei dahin gestellt........macht aber in jeden Fall mehr Spaß :P

  • Krass, ich hab eure Erfahrungen schon so oft gehört und doch sind meine so ganz anders. Ich hab damals (Ende 2015 (krass wie lange das schon her ist ich hab grad zwei mal nachgerechnet) ein paar E-Mails (glaube so ca 10)an verschiedene Therapeuten geschrieben und habe direkt drei Einladungen zu Erstgesprächen erhalten. Bei dem einen bin ich direkt am nächsten Tag hin, wir haben die "Beschnuppersitzungen" durchgezogen und dann war ich fix da.
    Also entweder hatte ich massives Glück oder mein Fall war besonders akut oder ich weiß es auch nicht.

    Die Zeit rennt so dermaßen schnell. Habs mir erst gestern wieder gedacht. 2 Jahre wie nix vorbei...

  • Bei manchen erledigen das diese 4 Typen aus Frankfurt......ob das nu günstiger ist, als ne Privatsitzung beim Heilpraktiker, sei dahin gestellt........macht aber in jeden Fall mehr Spaß :P

    Diese "4 Typen" haben mir gezeigt, dass es so nicht weiter geht, klar. Den Weg raus kann ich allerdings nur selbst finden. Ob mit oder ohne Therapie entscheidet jeder selbst. Soforn man dann hoffentlich dazu noch in der Lage ist.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ich kenn hier nicht den aktuellen Stand Eurer "Krankheiten", Effekte, wie immer man das nennen mag. Ich bin mein Zeug ja seit Jahren bis auf ein paar kleinere Dinge hin und wieder los. Zugfahrt Hockenheim, die war fies. Als ich ausgestiegen bin, habe ich noch 30 Minuten gezittert. Obwohl das so war, kam ich relativ gut klar, weil ich mir ständig sagte, im Höchstfall fällst hier um und dann biste halt umgefallen. Ich und ich will das garnicht auf irgendwen anders übertragen, würde aber jetzt nie zum Therapeuten rennen, ich hätte dann das Gefühl ich hofiere die Effekte, gebe ihnen Raum. Ich seh es so, ich weiß das ich Dämonen in mir haben und weil ich das weiß hauts mich nicht komplett aus den Latschen wenn die mal anklopfen, wobei das natürlich auch nur bis zu einem bestimmten Punkt geht, funzt aber zumindest bei mir seit gut 7 Jahren..

    ist dasss denn nicht aber im grunde auch das anliegen einer verhaltenstherapie? sein verhalten eben einschätzen zu können und in den jeweils beknackten situationen gezielt gegensteuern zu können?


    ich bewundere das "wenn ich umfall, dann lieg ich eben.."..ich bin da noch nicht soweit..allein der gedanke des umfallens ist die hölle^^.


    denke auch immer ich schaff es alleine, aber wenn ich ehrlich bin kultiviere ich die vermeidungshaltung noch zu extrem.

  • @sgt.pepper
    Das klingt sehr stark, wie ich finde. Ich will ehrlich sein, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, dass wir uns in Karlsruhe und Hockenheim gesehen haben. Deine Dämonen hab ich gespürt, sehr deutlich sogar. Und in deinen Augen gesehen. Das ist etwas, mit dem ich momentan nicht gut klar komme. Diese innere Stärke hab ich noch nicht, um dem entgegen zu treten. Wäre von den Onkelz nicht so viel positive Energie gehommen, hätte ich große Probĺeme bekommen. Das nur dazu, wie schmal der Grad bei mir zwischen dunkel und hell ist. Ist nicht böse gemeint aber ich denke, du verstehst, was ich sagen will.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ich weiß, wie du es meinst.Allerdings, wenn du tief in einer Depression drin steckst kannst du dir einfach nicht mehr selbst helfen. Dazu braucht es dann jemand, der dir Wege raus zeigt und vor allem nachhaltig hilft, dass du es in Zukunft besser machen kannst. Um dir DANN selbst helfen zu können.

    Ja, aus Erfahrung, du könntest es manipulieren. Aber du tust es nicht, denn du bist ja dort damit man dir hilft. Zumindest war es bei mir so. Die meiste Zeit vor allem zu Beginn wusste ich worauf er mit seinen Fragen hinaus will. Ich hätte vermutlich jederzeit so antworten können, dass er ein Bild von mir hat, welches ich geschaffen habe. Vielleicht bin ich in dieser Einschätzung aber auch zu arrogant.

    "Etwas hässlich und anders, etwas hessisch und anders
    Ja stimmt, etwas dreckig und langsam
    Genau hier, wo es die Besten im Land hat, wo das Hasch raucht, Schlappmaul, teste die Frankstadt!" (V)


    Ich bin Frankfurter, ich kann mein Gesicht niemals nach unten halten und wenn Gott es will ist diese Eigenschaft mein Untergang!

  • Ja, aus Erfahrung, du könntest es manipulieren. Aber du tust es nicht, denn du bist ja dort damit man dir hilft. Zumindest war es bei mir so. Die meiste Zeit vor allem zu Beginn wusste ich worauf er mit seinen Fragen hinaus will. Ich hätte vermutlich jederzeit so antworten können, dass er ein Bild von mir hat, welches ich geschaffen habe. Vielleicht bin ich in dieser Einschätzung aber auch zu arrogant.

    Das würde ich auch in Frage stellen.
    Ich hab die Aufnahmegespräche gemacht, als ich in der Psychiatrie im Einsatz war.
    Hinterher wurde immer besprochen, welchen Eindruck ich hatte, wie der Patient auf mich wirkt und wie die Kollegen das sehen etc.
    Wenn sich jemand verstellt oder versucht hat zu manipulieren, ist das sehr schnell auf gefallen.

  • Das würde ich auch in Frage stellen.Ich hab die Aufnahmegespräche gemacht, als ich in der Psychiatrie im Einsatz war.
    Hinterher wurde immer besprochen, welchen Eindruck ich hatte, wie der Patient auf mich wirkt und wie die Kollegen das sehen etc.
    Wenn sich jemand verstellt oder versucht hat zu manipulieren, ist das sehr schnell auf gefallen.

    Es ist immer etwas anderes ob man freiwillig oder unter zwang zum Therapeuten geht. Unter zwang entwickelt man automatisch eine Abwehrposition und führt die an den Nasen rum, besonders wenn man als Kind schon mit Psychologen konfrontiert wird. Da lernt man sehr schnell welches Bild sie von einem haben möchten.


    Ich habe von jedem Respekt wo freiwillig sich in eine Therapie begibt und es hilft.

  • Es ist immer etwas anderes ob man freiwillig oder unter zwang zum Therapeuten geht. Unter zwang entwickelt man automatisch eine Abwehrposition und führt die an den Nasen rum, besonders wenn man als Kind schon mit Psychologen konfrontiert wird. Da lernt man sehr schnell welches Bild sie von einem haben möchten.
    Ich habe von jedem Respekt wo freiwillig sich in eine Therapie begibt und es hilft.

    Damit ist auch meine Frage, warum sollte man das wollen, beantwortet. Wenn man nämlich aus freien Stücken (wovon ich erst mal immer ausgehe) einen Therapeuten aufsucht, kommt man ja nicht auf die Idee dem etwas vorzumachen.
    Anders bei einem Psychiater. Ich wurde mal von einem Neurologen zum Psychiater geschickt, wegen Abklärung um welche Leiden es sich denn genau handelt. Dort hat man tatsächlich, unter anderem, einen Rorschachtest mit mir gemacht. Ich muss gestehen, bei dem habe ich mich auch sehr zurück gehalten und hauptsächlich Schmetterlinge gesehen. Hätte ich dort meine wahren Gedanken rausgelassen, würde ich wahrscheinlich immer noch gut verwahrt sein :whistling:
    Auch einen stationären Aufenthalt mit 20 habe ich abgelehnt. Würde ich auch heute noch ablehnen, es sei den es ginge mir so schlecht dass ich mich dort besser aufgehoben fühlen würde.


    Als Kind hatte ich keine dementsprechenden Erlebnisse. Ob es Glück war, oder ein Versäumnis, kann ich natürlich nicht beurteilen. Du scheinst keine sehr guten Erfahrungen gemacht zu haben. Wenn du diese mit uns teilen willst, immer gerne.

  • Damit ist auch meine Frage, warum sollte man das wollen, beantwortet. Wenn man nämlich aus freien Stücken (wovon ich erst mal immer ausgehe) einen Therapeuten aufsucht, kommt man ja nicht auf die Idee dem etwas vorzumachen.Anders bei einem Psychiater. Ich wurde mal von einem Neurologen zum Psychiater geschickt, wegen Abklärung um welche Leiden es sich denn genau handelt. Dort hat man tatsächlich, unter anderem, einen Rorschachtest mit mir gemacht. Ich muss gestehen, bei dem habe ich mich auch sehr zurück gehalten und hauptsächlich Schmetterlinge gesehen. Hätte ich dort meine wahren Gedanken rausgelassen, würde ich wahrscheinlich immer noch gut verwahrt sein :whistling:
    Auch einen stationären Aufenthalt mit 20 habe ich abgelehnt. Würde ich auch heute noch ablehnen, es sei den es ginge mir so schlecht dass ich mich dort besser aufgehoben fühlen würde.


    Als Kind hatte ich keine dementsprechenden Erlebnisse. Ob es Glück war, oder ein Versäumnis, kann ich natürlich nicht beurteilen. Du scheinst keine sehr guten Erfahrungen gemacht zu haben. Wenn du diese mit uns teilen willst, immer gerne.

    Ist für mich allerdings auch eine Vertrauensfrage. Die Chemie zwischen Therapeut und Patient sollte schon stimmen, das ist enorm wichtig. Hätte ich bei meiner Therapeutin von Anfang an das Gefühl gehabt, da passt was nicht, hätte ich entweder die Bremse getreten oder - wenn die Kraft dafür nicht gereicht hätte - wohl auch ein paar Fragen nicht ganz ehrlich beantwortet. Ob so eine Art der Therapie Sinn macht? Wohl eher nicht und im eigenen Interesse sollte man ehrlich sein. Ganz besonders zu sich selbst.
    Bei einem Psychiater war ich noch nicht, den Rorschachtest kenne ich aber auch. Danach wurde mir angeraten eine Klinik aufzusuchen, was ich du dem Zeitpunkt abgelehnt hab.


    Als Kind hatte ich diese Erlebnisse auch nicht. Ganz einfach, weil es sich vom Elternhaus nicht gehört hat, anders zu sein...oder gar geistig nicht ganz dicht.


    @caviezel
    Ich schließe mich an. Wenn du deine Erfahrungen teilen willst, nur zu.

    ----- 27. Juni 2017, 09:56 -----

    Klaro erinnere ich mich. Ich kenne was du berichtest, daß gibt es in zwei Versionen. Die, die Du berichtest, die ist sogar häufiger der Fall. Ich krieg diese Schwingungen auch mit, nur sie jucken mich nicht mehr. Ich hab auch aufgehört mir Gedanken über sowas zu machen, es gibt ein ganz einfache Regel, alles wobei ich mich "was diese Sache angeht" irgendwie stört, mir kein gutes Gefühl bringt, dass meide ich, dass stelle ich ab und zwar ohne Verzögerung, Menschen die keine Antenne für sowas haben, meinen dann, ich bin überheblich und was noch alles, dürfen sie auch, ich werde keinen vom Gegenteil überzeugen ;)
    Es gibt aber auch die andere Seite. Es gibt auch Menschen, die sehen nur meine Helle Seite. Denn eines ist ja klar (klingt wieder überheblich, ich weiß) ich habe mich so lange mit diesem ganzen Dreck beschäftigt, dass ich gezwungen war die Menschen zu studieren um zu wissen,ob sie mir gut tun und ich mich auf mein Urteil verlassen kann. Dann beschäftige ich mich mit den Menschen, ich höre zu und ich bin interessiert, ich merke mir dann auch alles und ich merke mir in aller Regel von Menschen garnix. Ich liege da selten falsch, daß gibt mir ein gutes Gefühl und das wiederum kann ich weitergeben...

    Jeder Mensch hat auch eine helle Seite. Welche zum Vorschein kommt, liegt an uns selbst. Im günstigsten Fall gleicht es sich aus, man findet eine gesunde Balance. Das ist oft schwierig weil du es dir nicht zu traust beide Seiten gleichermaßen auszuleben. Ich bin gerade dabei, mich mit meiner dunklen Seite "anzufreunden", sie zu hegen und zu pflegen und nicht mehr gegen sie anzukämpfen. Letzten Endes kostet das nämlich Kraft, dieser ständige Kampf. Und diese Kraft brauche ich für die Sonne in meinem Leben.


    So wie ich bei dir die dunklen Schwingungen gespürt hab, so sah ich bei Stephan z.B. das Licht. Diese Aura haut mich jedes Mal komplett aus den Latschen. Und...es macht mir Mut und gibt mir Kraft. Er hat es geschafft...beides ausleben. Dunkel und hell. Wobei das Licht bei ihm mittlerweile überwiegt ;-)

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ist für mich allerdings auch eine Vertrauensfrage. Die Chemie zwischen Therapeut und Patient sollte schon stimmen, das ist enorm wichtig. Hätte ich bei meiner Therapeutin von Anfang an das Gefühl gehabt, da passt was nicht, hätte ich entweder die Bremse getreten oder - wenn die Kraft dafür nicht gereicht hätte - wohl auch ein paar Fragen nicht ganz ehrlich beantwortet. Ob so eine Art der Therapie Sinn macht? Wohl eher nicht und im eigenen Interesse sollte man ehrlich sein. Ganz besonders zu sich selbst.

    Seh ich auch so und die Psychologie auch. Dafür gibt es diese "Schnupperstunden" zu Beginn der Therapie, wo sowohl der Patient als auch der Therapeut entscheiden können, ob die Sympathien passen. Sonst ist die Therapie im Zweifel umsonst.

    "Etwas hässlich und anders, etwas hessisch und anders
    Ja stimmt, etwas dreckig und langsam
    Genau hier, wo es die Besten im Land hat, wo das Hasch raucht, Schlappmaul, teste die Frankstadt!" (V)


    Ich bin Frankfurter, ich kann mein Gesicht niemals nach unten halten und wenn Gott es will ist diese Eigenschaft mein Untergang!

  • Seh ich auch so und die Psychologie auch. Dafür gibt es diese "Schnupperstunden" zu Beginn der Therapie, wo sowohl der Patient als auch der Therapeut entscheiden können, ob die Sympathien passen. Sonst ist die Therapie im Zweifel umsonst.

    Ich schließe mich in der Vertrauensfrage natürlich an! Und zu meiner Therapeutin habe ich auch einen guten Draht und bin ihr gegenüber auch ehrlich. Die Erfahrung mit dem Test, war ein einmaliger Besuch, eben um für den Neurologen einen Befund zu erstellen. Zu dieser Psychiaterin hatte ich allerdings keinen so guten Draht und da das Gefühl, ich sollte nicht 100% sagen was ich mir denke. Die hätte mir zum Schluss eine sexuelle Störung mit Tendenzen zu was weiß ich diagnostiziert. In dem einen Bild sah ich nämlich eine Gebärmutter mit Teufelshörnern. Das behielt ich dann lieber für mich. Meiner jetzigen Therapeutin würde ich es vermutlich ehrlich sagen.

  • Für diejenigen, die noch einen Therapieplatz suchen: Seit April gibt es eine neue Verordnung, nach der die Therapeuten regelmäßige Sprechstunden anbieten müssen. Darüber hab ich jetzt plötzlich auch einen Platz bekommen, nachdem ich anderthalb Jahre vergeblich gesucht habe.

  • angst is wenn du vor angsz nicht schlafen kannst weil du angst hast dass dich deine albträume wieder verfolgen. So geschehn von samstag auf sonntag. Das schlimme war das mich meine schatzi fast nicht wach bekommen hätte. Und wie ich es dann geschafft habe den arbeitstag rumzubringen weis ich auch nicht mehr. Nur dass ich in meiner mittagspause ein häufchen elend war

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Pfanne, ich fühle mit dir.
    Angst in einer Hochphase, in der du glücklich bist, wieder einen depressiven Schub zu bekommen. Ich habs nicht kommen sehen und war wieder mitten drin. Wie ich heute in der Therapie gemerkt habe, war ich gar nicht so glücklich, wie ich dachte. Viele, kleine, unangenehme Sachen, die mich in die Spirale nach unten gebracht haben. Und das gute Gefühl, dass ich seit letzter Woche mich Schritt für Schritt da raus arbeite...ganz von selbst...ganz alleine.


    @Nexus
    Glaubst du mir, wenn ich sage, dass das ein gutes Zeichen ist?

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Ich merke auch so langsam das die belastung mit der arbeit wieder zunimmt. Wie immer zum ende hin. Allerdings ist dieses jahr auch jede menge nicht so gelaufen wie ich mir das vorgestellt habe und auch ausgemacht war. Wenn aber demmhernn küchenchef einfällt a im mai urlaub zu nehmen obwohl im april dieses jahr zu war wegen baulichen maßnahmen dann im juli ne woche krank wird und es ihm einfällt nun in den ersten beiden septemberwochen nochmal urlaub zu nehmen obwohlö er mehrmals sagt dass er dieses jahr nicht im september in urlaub geht. Un wenn ich mich nicht richtig auf sowas vorbereiten kann dann geht mir dass an die nieren und dann isses nur ne frage der zeit

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Aus Angst nicht schlafen zu können kenne ich leider auch. Ist bei mir aber schon sehr lange her. Damals dürfte auch das erste mal die Diagnose Depression gefallen sein. Die längsten drei Nächte meines Lebens. Ausserdem war ich damals sicher den Verstand zu verlieren.


    @Pfanne ich hoffe du kommst aus der momentanen Situation gut und schnell wieder raus!


    @Micky ja glaub ich dir. Musste auch irgendwann mal sein.

  • Du sitzt einfach nur da heulst und fragst dich warum dich deine dämonen immer und immer wieder heimsuchen. Warum kann dich dein hirn nicht in ruhe lassen. Warum kommen diese gedanken immer wieder. Warum sucht dich zb dein alter herr in den albträumen immer wieder heim und nun kommen auch noch träume mit meiner schwester dazu. Ich will sie vor der straßenbahn retten oder warnen und schaff es nicht. Es ist einfach nur zum kotzen. Aber mein glück ist einfach auch dass ich nen guten chef habe. Ich habe am montag lang mit ihm gesprochen da die möglichkeit bestand dass ich krank geschrieben werden könnte. Er dann wenn du krank bist bist du krank und dann werden wir ne möglichkeit finden und sorgen um deinen job musst du dir auch nicht machen. Ich kenne das auch ganz anderst. sorry musste jetzt mal etwas los werden

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • @Pfanne
    Warum sorry? Dafür ist dieser Faden doch da...


    Träume sind nicht (mehr) so mein Problem. Es sind eher die Gedanken, die mich nicht schlafen lassen. Ich merke richtig, wie unruhig ich nachts bin, wie oft ich mich hin und her wälze, mal warm mal kalt habe und nicht wirklich zur Ruhe komme. Ist aber nicht immer so und ich weiß tatsächlich nicht, wieso und weshalb das so ist. Kann auch gar nicht sagen, was das für Gedanken sind. Ich denke einfach, ich verarbeite was in meinem leichten Schlaf. Gegenwärtiges, Zukünftiges und sicher auch viel Vergangenes. Teilweise ist es dann auch so, dass ich, bevor ich einschlafe, dann schon wieder Angst vor der Nacht habe. Und oft auch schon der Gedanke in meinem Hirn sitzt "was passiert morgen wieder für ne Scheiße". Ich denke das alles macht die Nacht für mich im Moment nicht sehr erträglich...

    ----- 25. August 2017, 10:27 -----
    Habt ihr davon schon mal gehört?


    https://www.gaslightingisacrime.de/gaslighting/

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Mit dem Begriff hätte ich so nichts anfangen können, die Masche an sich kenne ich aber schon, wenn auch mehr aus Filmen als aus dem wirklichen Leben. Denke aber, dass es so was auch in der Realität durchaus gibt.

    Hab das gestern z.B. im Zusammenhang mit Trump gelesen.
    Passt aber auch auf meinen Alten und würde ne Menge erklären.

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Devil hier in dem faden wäre es schön wenn die beiträge doch etwas ernster und niveauvoller wären. Dazu is dass hier doch etwas zu ernst

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Wer mit Ängsten, Paniken oder sonstigem Scheiß zu kämpfen hat, dem kann ich die Ujjayi Atmung ans Herz legen. Zur genaueren Erklärung bitte an youtube wenden. Die Atmung wird durch die Kehle gesteuert. Klingt dann erst mal asthmatisch oder wie "Luke ich bin dein Vater", aber es hilf unglaublich sich aufs Atmen zu konzentrieren.

  • Den meisten mit depressionen sieht man es nicht an. Ich kann meine depriphasen auch immer gut kaschieren . nur wenige merken es wenn es mir extrem schlecht geht

    Der höchste Maßstab für einen Menschen ist nicht der Ort, wo er im Moment von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern wo er in Zeiten von Herausforderung und Kontroverse steht. Die Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das tun.Martin Luther King

  • Wer über Jahre mit einer fetten Depression oder Schüben leben muss, der hat ja garkeine andere Wahl als entweder einen Weg zu finden das zu kaschieren oder sich selber komplett von den Menschen zu entfernen. Wie schnell sind da von Laien Diagnosen gestellt und noch schneller abgeurteilt, dass dann noch mit der Öffentlichkeit, harter Tobak.


    Es müssen unmenschliche Kriege in seinem Kopf getobt haben, bei der Meldung vom Tod, hab ich einen richtigen Schreck gekriegt, mir ging die Pumpe ohne Ende. Nicht ohne Grunde, die Situation um Lee hat bei mir eine Manie ausgelöst, in der ich bis vor ca. 4 Wochen auch ausgeharrt habe. Ich habe zwar vor einer Manie weniger Angst als vor einer Depression, aber damit umgehen klappt beides nur mittelmäßig. Das Problem an der Manie ist nicht nur die Manie, es ist auch die Gewissheit, dass es irgendwann nach der Manie, abwärts geht. Es ist quasi wie auf Droge aber gleichzeitig muss irgendwie alles laufen, obwohl geordnet recht schnell garnix mehr läuft. Ich hab über den ganzen Zeitraum nur ein paar Stunden die Woche geschlafen, meistens bin ich Nachts wie ein Tiger im Käfig durch die Bude gerannt. Man muss sich das mal vorstellen, ich hab bis zu diesem Beginn fast ein Jahr nix gesoffen und hab nach Eintritt der Phase keine Gelegenheit ausgelassen, was Dich in der Manie erstmal nicht kümmert, irgendwann wenn du vielleicht mal zwei Tage am Stück wach warst und du Müde wirst, dann flackert die Angst auf, der Zustand wird sich ändern (der Zustand ist schon alles andere als geil) aber er wird sich früher oder später ins krasse Gegenteil wandeln. Ich bin zweimal von einer Manie in eine Depression gefallen und es war beide male ziemlich knapp. Wer hat es gemerkt? Niemand. Geahnt vielleicht, gemerkt irgendwie aufgedrehter, aber letztlich meinem angeborenen Wahnsinn zugeschoben oder der Idiotie, die ich durchaus auch in mir trage. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Beschreibung.


    Es bringt in der Phase auch nix mich darauf hinzuweisen, ich bin dann auf Spur Richtung Overkill, für jedes Argument das ich das sofort ändern muss, finde ich in Sekunden 10 Gegenargumente und wenn nicht, ich bin in der Phase nicht emotional angreifbar, du kannst quasi neben mir sterben und ich bin genauso viel oder genauso wenig aufgeregt wie vorher, weil aufgeregt mein Status Quo ist. Außerdem kann ich dann auch ganz viele Dinge besonders toll, eben nur nicht die, die in der Situation angebracht wären. Jede Manie endet irgendwann, sie endet in einer Depression oder im Grab, kann man das jemanden so sagen? Ich denke eher nicht, ich würde mir dann eher einen Arm abschneiden lassen.


    Die Prognose meines Psychofritzen war vor längerer Zeit, dass ich 4-5 solcher Situationen noch aushalten werde, aber ohne Behandlung und Medikation irgendwann in der Kiste lande. Aber das war keine Option, bevor ich als stetig nichts empfindender Zombie ende, gehe ich lieber mit wehenden Fahnen unter, dass war mein Motto. Die letzten Monate waren anstrengend und eine Qual zugleich und dazu im Unterbewusstsein die Angst und gleichzeitig die Menschen um dich rum nicht verstören, ist dann ein Akt der selten gelingt.


    Als ich mich vor Wochen hier abgemeldet hatte, da war ich wild entschlossen alles um mich herum in Flammen zu stecken, alles zu zerstören was nur zu zerstören ist, bevor der Umschwung ins Rollen kommt. Er stand kurz bevor, ich hab noch 54 Kg auf die Waage gebracht (jetzt sinds schon wieder 10Kg mehr), an Schlaf war nicht mehr zu denken und ich war ein Nervenbündel, hatte 24 Stunden weiche Knie und das Zitterlein. Ein grandios mieser Zustand, bei dem Rücksicht oder Empathie keine Rolle mehr spielen. Das ich genau zu dieser Zeit auch noch in andere menschliche Abgründe sehen musste, hat es nicht besser gemacht, aber auch nicht wirklich schlechter. Ich hab dann mittags an besagten Tag ein bisschen die Kurve gekriegt, bevor ich die halbe Welt beleidigt habe und hatte am Abend ein Schlüsselerlebnis obwohl sich das so deppert anhört oder liest.


    Ich hatte am Abend Chester neben mir sitzen und er nervte mich brutal. Er schrie nichtmal wirklich, er grunzte so vor sich hin und ich war schwerstens genervt. Das Grunzen ging ins Schreien über und ich bekam sowas wie ein schlechtes Gewissen (alleine das hat mich schon wieder erschreckt). Ich erkläre mich nun mal der Welt nicht mehr, wer zurück bleibt hat sowieso gestört, die Versuche mich zu erklären vor Jahren, hatten üble Nachwirkungen und so ziemlich alles wurde auf perverse Art gegen mich verwendet, dass wird niemals nicht mehr passieren, wer nicht ab kann wie ich bin, muss weg, schnell, noch besser sofort. Ich denke über sowas im Nachhinein nicht mehr nach, wenn ich mit dem Kampf mit mir selbst beschäftigt bin, kann ich nicht noch Abbitte leisten, dafür reicht meine Rechenleistung dann nicht mehr.


    Bei dem Klumpen Mensch hatte ich ein schlechtes Gewissen und zwar so, dass ich flennen musste. Warum hab ich nicht gleich gegengesteuert oder es zumindest versucht(natürlich hab ich es versucht) warum bin ich überhaupt so ein Mängelexemplar und wie oft, hab ich in solchen Situationen, selbst wenn ich sie noch lenken konnte falsch gehandelt und mir damit den nächsten Bärendienst erwiesen, Dinge die mich täglich verfolgen, bis in den Schlaf. Ich hab den kleinen weg gebracht und war noch die ganze Nacht wach und die nächste auch. Es brauchte ne Strategie und keine die irgendwann in 4 Wochen greift, sie musste schnell greifen, am besten gleich.Natürlich utopisch!


    Ich habs mit kleinen Dingen versucht und mit solchen die ich über Jahre gelernt habe. Ich hab ja auch gelernt mich nicht provozieren zu lassen, weg zu gehen wenn es eng wird oder einfach mal mein Maul zu halten, wenn reden nichts bringt und nichts davon lag je in meiner Natur. Also musste es einen Weg geben. Der hieß erstmal, Handy, Computer und der ganze Schrott weg. Alk weglassen dafür mal wieder halbwegs geregelt essen und schlafen - wenn es denn sein muss, halt mit Schlaftablette, hauptsache entschleunigt. Dann den Fokus einzig und alleine auf den Knirps legen, alles rundherum spielt keine Rolle, mich kann die ganze Welt nerven (tut sie meistens auch) aber mein Fleisch und Blut darf mich nicht nerven, hat mich nie genervt und das kollidiert dann doch mit meinem Wertesystem.


    Zu meiner eigenen Überraschung ging das besser und schneller als gedacht, wobei ich den Weg jetzt nicht klitzeklein Schildern werde, es gab auch Aussetzer, aber -stand jetzt- bin ich wieder hergestellt, Herr meiner Sinne und wieder sowas wie ausgewogen. Ich mach mit Chester quasi ständig die "Nachtschichten" und das Knörzen wurde auch weniger und dennoch bin ich in Alarmbereitschaft.Stichwort Angst vor der Angst - ich muss weiter aufpassen, in beide Richtungen, der Manie und der Depression, ich muss Aufmerksam sein und das ständig, dass ist nicht schön aber dafür anstrengend, macht aber Sinn.


    Ich brauch für eine solche Schilderungen keinen unsichtbaren Bereich. Das was ich geschrieben habe, ist schon wieder Vergangenheit und damit unwichtig. Ich würde einen solchen Text nie in einer solchen Phase formulieren und wenn, dann würde ich ihn am Ende statt abzusenden wieder löschen. Genauso unschick ist es zu glauben, dass man an dem was ich hier mal geschrieben habe oder weil man mich 10 Minuten in Karlsruhe gesehen hat oder am HHR einschätzen oder analysieren zu können. Was ich bin, wie ich bin und wieso, dass wissen selbst die wenigstens engsten Freunde von mir.


    Hier im Forum gibt es genau 2 Menschen die Ansatzweise, auch nur irgendwas gesichertes von mir wissen und abgemeldete User gehören nicht dazu. Ich kann der größte Idiot auf dem Planeten sein oder der netteste Mensch auf Erden, ich kann den totalen Asi im Stadion geben und den nächsten Morgen an einem Tisch mit hyperwichtigen Spießern sitzen. Manchmal kann ich alles, manchmal überhaupt gar nichts. Ich richte mich regelmäßig selbst zu Grunde und baue danach wieder fein säuberlich die Einzelteile auf, ich hasse mich manchmal dafür wie ich bin, aber ich hab auch Phasen in denen ich mich abgöttisch Liebe. Hier und da eine lebende Zumutung und ab und an ein toller Kerl, nichts davon bin ich immer, es kommt auf meine Form und Verfassung an...

    Ganz egal ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein, alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag. Zur Thematik kann und werde ich mich nicht äußern, da ich da (glücklicherweise) 0 Erfahrungen habe. Da werde ich es mit Dieter Nuhr halten.

    Trotzdem danke für diesen Einblick in (d)ein Seelenleben von dem ich mir gar nicht vorstellen kann (und wahrscheinlich auch nicht möchte) wie es ist so zu leben.

    Bleib stark und alles Gute für die weiteren Kämpfe.

    Wenn ich ausversehen an dich denke

    Merk ich, ich hab dir nen Scheißdreck verziehen

  • Pepper, immer wieder heftig deine Schilderungen, da bin ich froh dass ich "nur" mit Depressionen und Ängsten beglückt bin.

    Habe gestern allerdings, und auch heute früh, wieder bemerkt, dass ich auf keinem guten Weg bin. Aber wie auch bei dir, ist es ein ständiges Auf und Ab und damit muss ich wohl leben, und mit Strategien, die man im Laufe des Lebens lernt, durchkommen.

  • Ich bin auf einem guten Weg, das merke ich.

    Was mich tierisch nervt und mir alles abverlangt sind diese Hochs und Tiefs. Ich bin dabei, das einzuschätzen und mich nicht zu sehr fallen zu lassen. Allerdings hab ich oft den Eindruck, dass ich den Kampf nicht mehr kämpfen möchte. Die Depressionen anzunehmen, diesen Schmerz, der vom seelischen ins Körperliche driftet...fällt schwer nicht permanent dagegen zu kämpfen. Es kostet Kraft "nicht" zu kämpfen und es kostet Kraft es zu tun. Und ich muss ständig aufpassen, dass ich mich nicht verliere. Und ganz oft hab ich einfach nur Angst - vor der Welt, der Zukunft, vor mir.


    Pepper: danke...

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • wie ich gerade karlsruhe lese...


    hab da genau noch drei bilder vom pepper im kopf und genau diese drei bilder und die beiträge immer haben mich fast schon geschockt als ich über die nachricht von der abmeldung gestolpert bin. nicht weil ich angst hatte ihm/dir könnte was passieren, sondern weil hier ein wesentlicher pfeiler fehlen würde. schön dasse wieder da bist!

  • Grossen Dank Pepper

    Beim lesen ist mir aufgefallen,das ich die Zeilen esse.Zu 80Prozent kommts mir vor als hät ich das mal im innern so vor mir her gekritzelt.

    Die 20Prozent die da noch offen sind,sind die täglichen kleinen Schritte, die mir manchmal noch zu gross sind.Im überfliegen bin ich grossartig.

    Meine Seele weint und ich kämpfe.

    Ich versuche tag-täglich mich mit dem guten zu beschäftigen.

    Pepper, ich wünsch Dir einen sonnigen Tag.

  • Es kribbelt wieder leicht. Ich könnte seit ner Woche wieder bei den Weltmeisterschaften im nicht Schlafen mitmachen. Wenn Chester schläft, öffne ich meistens Itunes und lasse einfach laufen....


    Eben spuckte Itunes "Nach allen der Regeln der Sucht". Da kam ein Gedanken auf der gleichzeitig Schräg und Traurig zugleich ist: " Wärst besser mal von irgendwas abgrundtief Abhängig gewesen". Ich meine jetzt nicht, dass da irgendwer besser dran wäre, aber man kann wenigstens auf "Entziehungskur gehen".


    Mir reicht mitunter ein scheiss Song, eine Zeile, um Tornados an Gedanken auf den Plan zu rufen, die machen zwar nicht in einem Rutsch alles Platt aber sie töten die Zuversicht, den Glauben und die Hoffnung immer ein Stück mehr ab. Ich hasse das, ich hasse es abgrundtief, dass Gefühl wenn mir von jetzt auf gleich Heiss wird, ich total aufgekratzt, todunglücklich bin und morgen womöglich wieder über den Dingen schwebe, ich weiß nur zu genau wer und was sich gerade in mir breit macht. In meinem jetzigen Zustand hab ich schon nen Fläschchen Diazepam Tropfen gesoffen plus 2 Schlaftabletten und hab dennoch keine Minute geschlafen...


    Ich würd auch gerne einen "Entzug" machen, einen Entzug vom eigenen Gehirn, dem Geist, den Gedanken und dem ganzen anderen Dreck, ich wäre auch bereit, mir statt dem Mist regelmäßig irgendwelche Knochen im Körper brechen zu lassen, das ist wenigstens greifbar, sichtbar und man muss sich nicht erklären und vor allem wächst alles wieder zusammen.....


    Fällt aber leider alles flach - wegen ist nicht. Es bleibt also nur sich der Sache zu stellen, den Kollateralschaden so gering als möglich zu halten, was leichter gesagt, als getan ist. Krieg ich mich nicht selbst sortiert, glaubt irgendwer dran, ein ziemlich uncooler Nebeneffekt seit Jahren.Im Normalfall, kann man mich selten mit was fixen oder anstacheln. Aber die Phasen verlaufen immer gleich, ich krieg mich sortiert, dann mach ich drei Kreuze und wenn nicht, dreht sich der Wind, was zu Anfang gegen mich gerichtet ist, richtet sich gegen irgendwen, irgendwer der mir auf die Eier ging oder wer zur falschen Zeit, am falschen Ort ist, kriegt sein Fett weg. Nein schön ist das nicht, aber selten.


    Leave out all, Linkin Park - fällt mir dazu spontan ein, schaurig.....

    Ganz egal ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein, alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein.

  • da fällt mir ein satz meines mannes ein..wie du schon geschrieben hast...


    "lieber eine physisch greifbare krankheit, als einen psychischen defekt"


    ich könnt mich auch jedes mal ohrfeigen, wenn ich mich wieder mal voll und ganz auf die spielchen meines hirns einlasse und ihm nicht gleich schon zu beginn das wasser abgraben kann. :)

  • Ich würd auch gerne einen "Entzug" machen, einen Entzug vom eigenen Gehirn, dem Geist, den Gedanken und dem ganzen anderen Dreck, ich wäre auch bereit, mir statt dem Mist regelmäßig irgendwelche Knochen im Körper brechen zu lassen, das ist wenigstens greifbar, sichtbar und man muss sich nicht erklären und vor allem wächst alles wieder zusammen.....

    Hatte ich letztens noch in meiner Therapie drüber gesprochen. Ich wünsche mir - wären wir bei "Wünsch-dir-was" - einen Knopf zum Ein-und Ausschalten...nur für mein Scheiß-Hirn. Mir stellt sich echt manchmal die Frage, wieso hört das nicht auf? Immer denkt man irgendwas, nie hat mein seine Ruhe vor dem Mist. Gibt es überhaupt einen Zeitpunkt, an dem da oben null los ist? Gar nichts? Es ist übel, was eine simple Erkältung alles mit einem anstellen kann, wenn man nicht weiß, ob das alles echt ist, was dein Hirn dir grad vorgaukelt...


    Ja, ich würde jederzeit die körperlichen Schmerzen den seelischen vorziehen. Ach halt...die gibts ja auch, auch wenn sie gar nicht da sind. Wir sind hier halt bei "So isses!" Aber Pflaster drauf, bissel Ruhe und irgendwann ist der Spuk vorbei. Sollte es auch für die Seele geben...

    ~~~~~Wake me when 2020 is over~~~~~


    Am Rande des Wahnsinns sind noch Liegestühle frei...

  • Die Angst erfindet und belügt, verwirrt dich und betrügt. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Diese Ängste lassen sich jedoch meistens überwinden. Vor allem Ängste die mit Menschen zu tun haben. Angst vor Frauen, Angst davor sie anzusprechen, etc. haben oft mit Zurückweisung in der Kindheit zu tun. Diese Ängste laufen dann wie ein Programm ab wenn man eine Situation wieder erlebt. Dagegen kann man einiges tun, während man manch andere Ängste nur schwer in den Griff bekommt. Mein Höhenangst ist so ziemlich die einzige Angst die mich begleitet konnte ich trotz das ich mich selbst auf den Freefalltowser zwinge (ob meiner starken Blähungen sehr zum Leid der anderen Gäste in der Warteschlange) noch nicht behoben werden. Oft ist Angst auch nur ein Schutz und sollte gar nicht überwunden werden, weil es dann gefährlich werden könnte. Für mich gibt es auch zwei Arten von Angst. Die eine ist, eine Situtation der man sich nicht gewachsen scheint. Z.B. eine Frau die mal von einem üblen Mann angegangen oder misshandelt wurde. Zum anderen die Angst, dass etwas unbekanntes passiert. In Dunkelheit, an einsamen gruseligen Orten, etc.

    Trelki.de die App und Webseite für Eltern mit Kindern. Plant gemeinsame Aktivitäten mit anderen Eltern und deren Kindern, handelt gebrauchte Kinderartikel im Marktplatz oder findet kinderfreundliche Orte in eurer Umgebung. September 2019.

  • Krasse Story man! Ein Highfive für deine Offenheit! Ich musste mich aufgrund meiner Partnerwahl einige Zeit mit Schlafproblemen und Depressionen auseinandersetzen.


    Ich weiß nicht wie weit du dich auskennst, aber hier ein paar Tipps:


    Lege zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen dein Smartphone weit weg, am besten in den Flugmodus. Die blauen Farbtöne im Display verhindern dass du das Schlafhormon Melatonin bilden kannst. Ohne dieses Hormon kannst du nicht einschlafen. Also keine Bildschirme in den Abendstunden, zumindest mal ein paar Wochen lang. Sieh zu dass dein Schlafraum komplett elektrofrei ist und das du es richtig dunkel hast.

    Verpass' deinem Wlan eine Nachtschaltung, sodass es nachts aus ist. Entferne jegliche elektrischen Geräte und Lampen von deinem Bett.

    Depressionen entstehen hauptsächlich weil dein Serotoninspiegel im Gehirn (wichtig!) zu gering ist. Deshalb bekommen depressive Menschen oft Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Diese sind quasi ein Stopfen, sodass sich der Spiegel ansammelt und du dich bei ausreichendem Spiegel gut fühlst. Diese Wiederaufnahmehemmer haben aber tausend Begleiterscheinungen. Sie machen süchtig, zum Teil gleichgültig, ja sie können sogar Depressionen auslösen (steht in der Packungsbeilage). Du kannst Serotonin nicht supplementieren und das ist wichtig zu verstehen. Dein Blutkreislauf im Gehirn ist nur über die sogenannte Blut-Hirn-Schranke mit dem restlichen Körper verbunden. Wenn du jetzt Serotonin über die Nahrung zu dir nehmen würdest, würde es nicht im Gehirn ankommen. Wie kann man das ändern? An der Blut-Hirnschranke konkurrieren mehrere Stoffe darum ins Gehirn zu gelangen. Die Konkurrenzsstoffe zum Serotonin kannst du mit körperlicher Belastung, sprich Sport mindern, sodass automatisch mehr Serotonin ins Gehirn gelangt. Du kannst Cashewnüsse und andere Nüsse sowie Müsli kauen um den Spiegel im Körper anzuheben, im Kopf steigt er aber nur wenn du kein Antidepressiva nimmst und es auf natürliche Weise ankurbelst.


    Aber bloß nicht auf meinen Rat irgendwas unkontrolliert absetzen, langsam und mit Bedacht und mit einem Arzt reden. Wichtig hierbei ist: was bringt dem Doktor um sein Brot? Gesund oder Tod! Also eigenverantwortlich die Ärzte als dein Werkzeug verstehen dass du kontrollieren und benutzen musst anstatt blind allem zu folgen was die von dir wollen. Denk dran, dort sitzt regelmäßig eine Pharmareferentin und macht die neuesten Mittel schmackhaft. Das Video dazu fängt crazy an, wird dann aber gut:


    Wohnst du in der Nähe eines Sendemastes? Im Umkreis dieser sind bereits Erkrankungen und Schlafprobleme nachgewiesen, auch hier unbedingt mal Youtube ansehen! Einfach mal weiter weg bei Freunden schlafen und schauen wie es dir da geht. Und die die in der Nähe von sowas wohnen: haut bloß ab dort!


    Schau dir das Thema Vitamin D an, auch dort gibt es positive Berichte über Schlafprobleme, Depressionen, etc. vielleicht hilft auch dir das.


    Schau dir unbedingt die Videos zum Thema Baubiologie von Frau Dr. med. Petra Bracht an


    Das Video:

    Das:

    Das:

    Das:

    Das:


    Ihr Kanal:

    https://www.youtube.com/user/SogehtGesundheit

    Trelki.de die App und Webseite für Eltern mit Kindern. Plant gemeinsame Aktivitäten mit anderen Eltern und deren Kindern, handelt gebrauchte Kinderartikel im Marktplatz oder findet kinderfreundliche Orte in eurer Umgebung. September 2019.

  • B.O.S.C.Gonzo28


    Danke für Deine Beiträge, die Mühe und das Zusammenstellen. Ich hab das alles schon durch, Kurse über Schlafhygiene, Körpertherapie und was es sonst noch so gibt. Was einige hier wissen, du vielleicht nicht mit bekommen hast, ich bin schon seit 15 Jahren Bipolar diagnostiziert. Wenn die "fremde Kraft" in mir ruht, schlafe ich wie ein Murmeltier. Ich bin ziemlich erprobt was die