...Matapaloz 18…oder mit dem Schädel durch die Wand….

...Matapaloz 18…oder mit dem Schädel durch die Wand….


Für diesen Bericht muss ich kurz zum Beginn des Jahres zurückspringen. Das Matapaloz sollte in die 2. Runde gehen und in meiner Truppe vom letzten Jahr war die Begeisterung verhalten. Ich hätte sicherlich einige Jungs noch motivieren können, aber dann kam der Kracher. Stadionkonzerte in FFM und GE. Schlagartig war die Motivation der anderen Jungs für die Fahrt nach Leipzig auf dem Nullpunkt und ehrlich gesagt, meine war auch nicht mehr sonderlich hoch. Somit entschied man sich, dass man sich nur die Stadionkonzerte antun würde. Natürlich war mir klar, dass am Matapaloz Wochenende mein Herz bluten würde, aber alles geht nun mal nicht (soweit meine eigene Einredung).


Die Wochen zogen ins Land. Ich wechselte die Abteilung auf der Arbeit und bekam als erstes einige Tage Urlaubssperre, wegen verbindlicher Termine, u.a. am 22.06.18. Gut das ich nicht zum Matapaloz fahre, hab ich damals noch gedacht. Als dann ein Freund mich irgendwann fragte, ob wir nicht am 23.06.18 zusammen unsere Geburtstage nachfeiern sollten, hatte ich damit auch kein Problem, weil…ich fahre ja eh nicht zum Matapaloz.


Dann irgendwann später bekam ich einige Informationen zugesteckt, was alles beim Matapaloz passieren sollte mit der Ansage, dass ich mir dies nicht entgehen lassen sollte. Als ich dann auch noch in die Planungen für die Rückkehr des BOSC einbezogen wurde, brannte das Feuer in mir wieder lichterloh. Ich musste dahin, egal wie. :love:


Ausgangslage: Freitag Urlaubssperre, Samstag alles geplant für unsere Geburtstagsfeier. 35 Zusagen….


Also machte ich mich auf der Arbeit doch recht unbeliebt mit dem Wunsch doch Freitag nicht vor Ort zu sein. Dies bekam ich dann mit einigen Zugeständnissen doch noch hin. Die Geburtstagsfeier abzusagen, kam für mich jedoch nicht in Frage.


Somit hatte ich faktisch ein Zeitfenster von Donnerstag Nacht bis Samstag Mittag wo ich zum Matapaloz könnte.


Die groben Planungen folgten anschließend sofort. Von den Kollegen hatten zwar zwei Lust, aber keine Zeit. Somit war klar, dass ich alleine fahren müsste. Also dann wohl am Besten mit der Bahn. Ich fahre nie Bahn, ausser nach Gladbach zum Fussball. Ich hasse Bahnfahren. Naja…egal… dank der Ratschläge von Matzematitte fand ich eine Verbindung die zeitlich passte und onkelF1. bot mir eine Schlafmöglichkeit in der von ihm angemieteten Ferienwohnung an. Vielen Dank nochmal an euch beide.


Freitag: ein langer, langer Tag


Freitag morgen: 3:50 Uhr dröhnte der Wecker durch mein Haus. Aufstehen, Rucksack packen, anziehen, loslaufen zum Busbahnhof.

4:30 Uhr Bus Richtung Essener HBF.

5:20 UHR in den ICE nach Hannover.

In Hannover umstieg in den IC nach Leipzig.

10:20 UHR Ankunft in Leipzig. Am Bahnhof sammelte onkelF1. meinen Rucksack ein, da ich zügig zum Gelände musste, da um 12 Uhr offiziell meine Schicht am BOSC Container beginnen sollte. Was ich da so verkünden sollte, hatte ich mir auf dem Hinweg mehrfach durchgelesen und machte mir wenig Sorgen. Labern kann ich ja ;)


Am Gelände angekommen, rief ich jackiefvn an damit diese mir meine Zugangsberechtigung geben könnte. Es stellte sich dann heraus, dass das Festival der kurzen Wege, irgendwie doch einige lange Wege hatte. So brauchten jackiefvn und der Hesse doch einige Zeit um zu mir zu kommen. Danke nochmal für das Abholen!


In der Zwischenzeit traf man Kanzler mit einen österreichischen Pärchen (Namen vergessen, Sorry). Nach kurzem Plausch wartete ich weiter. Ich hab vergessen zu erwähnen, dass es in Leipzig um 11 Uhr gefühlt 20 Grad kälter war, als in Bottrop um 4 Uhr morgens.


…Warum hab ich eine kurze Hose an und warum ist es hier so kalt? 1000 Fragen….


Dann war es soweit die beiden sammelten mich ein und es ging unproblematisch aufs Gelände. Das Gelände fast menschenfrei zu erkunden war schon großes Kino. Kurz den Merchstand geentert um sich das neue LosTioz Shirt zu holen und schon waren wir am BOSC Container.


WOW…geiles Teil.


Nach der Begrüßung der restlichen Bekannten, die an dem Tage Schichten übernehmen wollten, ging es langsam los. Die ersten Interessenten rückten an und stellten Fragen zu der Neuausrichtung des BOSC. Die Gespräche die ich geführt habe, waren nahezu ausschließlich nett und interessiert. Mag aber auch daran gelegen haben, dass der Grad der Alkoholisierung zu diesem Zeitpunkt noch gefühlt gering war.


Da das Internet, trotz vollem Einsatz von @BlackRose und Whisky nicht richtig funktionieren wollte, gingen wir dann zur Barrio Bühne um den Auftritt von LosTioz zu sehen. Unterwegs gefühlt fast alle Leute wieder verloren, waren aber noch Tho2000 samt Freundin und Matzematitte samt Kollegen da.

Der Auftritt von LosTioz war schon der Hammer. Setlist mega. Stimmung für die Uhrzeit super. Bei „So sind wir“ und „Mexico“ brannte ordentlich die Hütte :thumbsup:

Nach dem Auftritt zurück zum BOSC Container gegangen und wieder alte Bekannte getroffen, die man teilweise zuletzt vor einem Jahr gesehen hat, z.B. @BoehserJunge77


Die #nurwasser Crew um Wulla   Nalle   Casi74   klaineböhse und Klainehexe samt Anhang tauchten dann auch wieder auf und man verbrachte den Nachmittag irgendwie irgendwo in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Auf den Zeltplatz hab ich mich dann auch noch kurz mal draufgeschmuggelt während die anderen sich noch Bändchen für Welle 1 holten. Casi74 und ich hatten dies schon erledigt gehabt. Gegen halb 8 wurde der BOSC Container geschlossen und Wulla @tschänny sgt.pepper   SinofSodom und Anhang gingen Richtung Welle 1. Nalle war schon dort Casi74 und der Rest noch auf dem Campingplatz. Nachdem wir uns irgendwann alle gefunden hatten, verliessen uns nach einigen verbalen Ausfällen um uns herum SinofSodom und sgt.pepper samt Anhang.


Da standen wir also, mittig vor der Bühne, Welle 1. Was spätestens beim ersten Lied passieren würde, war dem erfahrenen Onkelzfan klar.

Hier sind die Onkelz, das alte Miststück. Die ersten Noten und schon wurde eskaliert. Stimmung war direkt explosionsartig gut. Die ersten Sekunden des ersten Liedes sind für mich immer die Besten :love:


Die ersten 7 Lieder haben mir alle durch die Bank super gefallen. Dann kamen einige Lieder, die nicht zu meinen Favoriten gehören. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass klaineböhse mal gerne in den Pogozirkel mit möchte, also sind wir Händchen haltend reingesprungen haha…immer ein großer Spaß.

Bei „So sind wir“ dann noch zweimal hingeflogen. Dann reichte es erstmal. Ein guter Freund war mehr eine Comedynummer, hat aber Spaß gemacht.


Der Platz neben mir, bringt mich regelmäßig an den Rand meiner emotionalen Möglichkeiten. Ich hasse und liebe dieses Lied zugleich. Nach der Schweigeminute für Thomas Hess ist es noch emotionaler als sonst. Beim schreiben des Liedtitels läuft es mir direkt wieder eiskalt den Rücken herunter. Nach, dem für mich ausgelutschten Stück „Kirche“, ging es fast nahtlos in den Zugabeblock.


Zu dem Zeitpunkt fällt mir auf, dass der W. auch irgendwie in seinen Ansagen und Liedabständen gehetzt wirkt. Den Grund konnte ich nicht rausfinden, vielleicht lag es an den Lärmbeschwerden die am nächsten Tag in der Zeitung standen?


Nach meinem ewigen Introfavoriten 28 ging alles ziemlich schnell. Auf gute Freunde, noch ein Brecher mit Könige für einen Tag (nochmal Pogo mit klaineböhse ) und Erinnerungen. Bumm…Aus! Kein Mexico, kein Whnlng, kein Nichts ist für die Ewigkeit….auch wenn mir klar war, dass die Lieder morgen kommen würden, fehlten mir die Lieder. Egal…es ist, wie es ist….


Nach dem Konzert kam dann mein persönliches lowlight der Organisation. Es dauerte ewig, vom Gelände zum Barrio zu kommen. Auch existierten mehrere Stolperfallen durch Bordsteine etc. Hier hat sich direkt vor uns einer langgelegt. Hier muss nachgebessert werden. Vielleicht kann Dennis Diel da etwas weitergeben?

Nachdem ich onkelF1. und seinen Kollegen gefunden hatte sind wir dann zur Ferienwohnung aufgebrochen. Um halb 2 lag ich dann im Bett. Der Wecker klingelte wieder um halb 6… :doofy:


Die Rückfahrt war uninteressant und letztlich habe ich es pünktlich zur Party geschafft. Da hab ich mich dann um 1 Uhr als das Fass leer war abgeseilt um endlich mal auszuschlafen….bis 6 Uhr, da meinte mein Sohn mich wecken zu müssen. :dash:


Egal…schlafen kann man, wenn man tot ist. Es war ein super Ausflug, zwar mit großem Aufwand verbunden, aber ich bereue keine Sekunde.

Danke für Alles, an alle die ich erwähnt und die ich vergessen habe....

onklifiziert seit 1996
Konzerte: seit 1998 bei jeder Tour dabei und bei einigen Festivals auch