Zürich

Ich erwache heute mit einem richtig tollen Gefühl, hab richtig Bock auf das Zürich Konzert. Ich kann meine Gefühle kaum in Worte fassen, so toll sind sie. Endlich seh ich die Onkelz in der Schweiz, was habe ich mich auf dieses Konzert schon Wochen vorher gefreut. Quasi ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht. Wir fahren gegen 14:00 Uhr vom Rastplatz los, sind etwa 3 Stunden von Zürich entfernt, ich habe allerdings keinen Ahnung wo wir überhaupt sind. Muss ich aber auch nicht. Navi sagt, Jackie fährt. Mit jedem gefahrenen Kilometer bekomm ich noch mehr Lust, eine unbändige Freude umhüllt meinen Körper. Ich kann es immer noch nicht glauben, ich seh die Onkelz in Zürich. Noch fehlt mir aber eine Karte für das heutige Konzert, ich hatte im Vorfeld keine bekommen. Jackie besorgt mir dann in diesem Internet ne Kadde, ihr bin ich übrigens bis zum heutigen Tage unendlich dankbar dafür, so konnte der Traum von Zürich dann endlich beginnen.


Wir treffen uns noch mit Engelchen samt Schwester und Bekannten im Hotelfoyer gegenüber der Halle. Meine Karte bekomme ich kurz danach (nochmal vielen vielen Dank! an den Typen) und dann konnte das Konzert starten.


Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich absolut kein Bock auf das Konzert habe und am liebsten im Hotel oder Auto geblieben wäre? Nein, dann hab ich bisher wohl Blödsinn geschrieben. Man bin ich im Arsch, aber sowas von. Irgendwann gehts rein, wir haben Innenraumkarten, die anderen sind auf dem Rang und müssen einen anderen Eingang nehmen. Ich geh mit Tunnelblick durch nach drinnen, steh im Eingangsbereich und muss feststellen, dass Jackie irgendwie noch drausen bei den Ordnern steht. Bei ihr gibt es am Einlass Probleme mit dem Ticket, ich steh dann allein total bocklos herum und seh nur fröhliche Menschen um mich herum. Das Konzert wird heute definitiv kein Spaß für mich, das ist klar, so klar wie Wodka. Ich hätte mich am Liebsten an den Rand gelegt und einfach geschlafen.


Jackie muss an eine andere Stelle um irgendwas mit dem Ticket machen zu lassen, es dauert noch ein paar Minuten, dann ist sie auch drin. Wäre mir das passiert, ich hätte mich wahrscheinlich am Einlass umgedreht, wäre direkten Weges Richtung Hotel zurück gelaufen, hätte mir ein Zimmer genommen und gepflegt auf das Konzert geschissen. Tja, aber mir passiert so was ja nicht. Also, Augen zu und durch. Mir fällt an diesem Tage wenig auf, dass bei Beasto Blanco ab jetzt die Tochter von Alice Cooper mit von der Partie war, entgeht selbst mir nicht.


Das Onkelzkonzert geht komplett an mir vorbei, ich habe nicht einmal mitgesungen oder geklatscht. Wir stehen weit hinten neben dem FOH und ich bin so froh, als es rum ist. Ich bin an diesem Tag ohne Zweifel der beschissenste Zuschauer gewesen.

"Kriminelle sind verhöhnt in diesem Land
Und im Finale schüttelt Merkel einem Hoeneß dann die Hand"

Kommentare 3

  • Großartig, liest sich als hättest du den Spaß deines Lebens gehabt. Das freut mich so ungemein für dich unc mein Neid schleicht dir nach, aber so richtig!!! :D

  • Das zu lesen hat mir einen eher grauen Tag erhellt ;-) Danke

  • Man merkt beim Lesen deine unbändige Freude.

    Springt regelrecht über ;-)